Süßer Hauptgang zu Heiligabend

Süßes auf der Weihnachtstafel wird immer beliebter. © zi3000 — stock.adobe.com

Hieß es jahrelang in vielen Familien am Heiligen Abend Karpfen oder Bratwürstel, tischen die meisten Österreicher heuer zu Weihnachten Süßspeisen auf.

Ein Fünftel der Landsleute wird eine süße Hauptspeise auf dem Teller haben, eben so viele sind laut einer aktuellen IMAS-Studie noch unentschlossen.

Süß-Fans im Vormarsch

Die Süßspeisentiger wurden von 2015 bis 2019 kontinuierlich mehr, wie IMAS belegte. Ihr Anteil wuchs in den vier Jahren von sechs auf 20 Prozent. Ob Mohnnudeln oder etwa Strudelvarianten bevorzugt werden, ist nicht erhoben worden. Traditionelles wie Fisch und Würstel essen 17 bzw. 16 Prozent der 1004 persönlich Interviewten, die statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren von Oktober bis November befragt wurden, am Heiligen Abend. 15 Prozent bedienen sich an einer kalten Platte, je elf Prozent greifen zu Raclette bzw. Fondue. Truthahn und Geflügel (neun Prozent), Braten (acht Prozent) und Wild (vier Prozent) kommen seltener auf den Tisch.

Ob die Vorbereitungen für die Weihnachtstafel oder das Besorgen der Geschenke — in der Frage „Stress oder kein Stress im Advent“ sind die Österreicher mit je 49 Prozent zweigeteilt, zwei Prozent machten keine Angabe. Dabei könnten laut IMAS die Weihnachtseinkäufe eine Rolle spielen, denn jene, die schon das Geschenkebesorgen als Belastung empfinden, geben einen hohen Stressfaktor an. So machen 48 Prozent die Einkäufe Spaß, ein Fünftel sieht sie als Belastung und 32 Prozent waren unentschieden. Für Frauen und Jüngere war die Einkaufsrallye eher Vergnügen, Männer, Ältere und jene, die die Weihnachtszeit ohnehin schon stressig finden, sahen sie als notwendiges Übel.

Wenig Last-Minute-Shopper

Die meisten, ein Viertel, beginnen einen Monat vor dem Fest über mögliche Gaben nachzudenken und 22 Prozent haben ihre Besorgungen eine Woche vor dem 24. Dezember abgeschlossen. Neun Prozent sind Frühstarter und machen sich schon drei Monate — zwei Prozent noch früher — vor Weihnachten Gedanken, was sie schenken, 18 Prozent zwei Monate im Voraus, 17 Prozent zwei bis drei Wochen, sechs Prozent warten bis eine Woche vor dem Fest, drei Prozent noch länger und ein hartgesottenes Prozent bis zum Heiligen Abend.

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