Suzuki hat nun die Nase vorne

Japanischer Autokonzern ist am profitabelsten – Deutsche Marken schwächeln

Jimny (Bild), Swift und Ignis sind drei Gründe für den Erfolgslauf von Suzuki.
Jimny (Bild), Swift und Ignis sind drei Gründe für den Erfolgslauf von Suzuki. © Suzuki

Der Titel des profitabelsten Autoherstellers der Welt gebührt ab sofort Suzuki. Der japanische Kleinwagenspezialist stieß BMW vom Thron. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse der Bilanzen der 16 größten Autokonzerne der Welt, die das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) regelmäßig erstellt. Suzuki kam demnach auf eine Marge von 11,8 Prozent, das heißt, von jeweils hundert Euro Umsatz blieben 11,80 Euro als operativer Gewinn übrig; bei BMW liegt dieser Wert bei 11,4 Prozent. Auch ein anderer japanischer Autokonzern hielt sich sehr gut: Toyota. Dieser konnte ein Gewinnwachstum von elf Prozent verzeichnen. Volkswagen konnte seine Position als umsatzstärkster Autobauer der Welt knapp gegen Toyota verteidigen, machte aber deutlich weniger Gewinn als die Japaner.

Die Bilanzen der deutschen Hersteller wurden laut EY vor allem von schlechten Wechselkursen und Rechtsstreitigkeiten nach unten gedrückt. So musste VW etwa eine Milliarde Euro Bußgeld wegen des Dieselskandals bezahlen. Bei Daimler reduzierte die Beilegung des Streits mit dem Bund über den Mautbetreiber Toll Collect den Gewinn um 400 Millionen Euro.

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Auch die Abhängigkeit vom chinesischen Markt macht deutschen Autokonzernen zu schaffen. Japanische und französische Hersteller hätten laut EY diese Probleme nicht, profitieren von anders aufgestellten Produktionsnetzwerken und Schwerpunktmärkten.