SV Ried steigt ab Sommer in den Frauenfußball ein

„Die Entwicklung im Frauen-Fußball in Oberösterreich ist sehr gut“, sagt mit Kleinmünchen-Obfrau Christine Holzmüller eine echte Pionierin dieser Sportart.

Seit dieser Saison kooperiert der Vorzeigeverein mit Blau-Weiß Linz, bei den Heimspielen schauen die Fans der Herren regelmäßig vorbei. Am Ende hoffen auch sie, über den Aufstieg in die erste Bundesliga jubeln zu können.

„Das wäre der Traum“, erklärte Holzmüller. Derzeit fehlen den zweitplatzierten Linzerinnen drei Punkte auf Leader Krottendorf — nur der Meister darf aufsteigen.

„Eine Wertschätzung“

So weit ist es bei der SV Guntamatic Ried noch lange nicht, aber zumindest der Grundstein wurde gelegt. Im VIP-Raum der josko-Arena gaben die Innviertler die Kooperation mit der SPG Weilbach/Antiesenhofen ab nächster Saison bekannt.

„Durch die Zusammenarbeit sollen für alle Mädchen und Frauen — insbesondere in unserer Region — die Möglichkeiten verbessert werden, eine Ausbildung im Fußball zu bekommen und Fußball zu spielen“, betonte Rieds zuständiges Vorstandsmitglied Robert Tremel.

Abgedeckt werden soll sowohl der Leistungs- als auch der Breitensport: Ein Team spielt unter dem Namen SV Ried/Antiesenhofen in der OÖ-Liga, eines in der untersten Frauenklasse. Langfristiges Ziel ist die höchste österreichische Liga. „Es ist eine Wertschätzung für den Frauenfußball, dass sich auch der Männerfußball darum annimmt und ihn gut aufnimmt“, freute sich Stephanie Winklhofer-Ranftl, Sektionsleiterin in Weilbach.

Eine Freude hatte auch Lisa Alzner, Trainerin der LASK-Damen, bisher mit der Premieren-Saison. Nur beim Remis gegen die SPG Steyr gaben die Schwarz-Weißen Punkte ab und liegen klar auf Meisterkurs in der OÖ-Liga. Höhepunkt war das Match gegen Nebelberg, als nach der LASK-Pleite gegen den WAC mehr als 1000 Fans im Stadion blieben und die Frauen anfeuerten.

„Es ist schön zu sehen, dass die Fanszene so eingestiegen ist.“ Auch bei Vorwärts erwies sich die neue Frauen-Mannschaft (Spielgemeinschaft mit Wolfern/Garsten) als „Bereicherung“, wie Sportchef Jürgen Tröscher betonte. „Es wird von rundherum gut angenommen.“ Der von Ex-LASK-Kicker Jürgen Panis betreute OÖ-Ligist liegt derzeit auf Platz zwei.

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