Tag der Trainerrücktritte: Schweitzer und Drechsel warfen Handtuch

Die Fußball-Saison ist noch jung, aber zwei prominente Trainer in Oberösterreich haben am Mittwoch überraschend das Handtuch geworfen. Gerhard Schweitzer verlässt OÖ-Liga-Meister Askö Oedt, Herwig Drechsel trat bei Landesligst SV Traun zurück. 

Gerhard Schweitzer

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„Wir haben den Vertrag einvernehmlich aufgelöst“, bestätigte Schweitzer gegenüber dem VOLKSBLATT. Er hatte erst im Sommer Regionalligist UVB Vöcklamarkt verlassen, um in Oedt (und bei Klubboss Franz Grad) anzuheuern. Ein Schritt, den Schweitzer aber nicht bereut: „Weil ich mich als Trainer und nicht als Sportdirektor (wie in Vöcklamarkt/Anm.) sehe.“

Oedt liegt nach vier Runden in der OÖ-Liga auf Rang drei und steht (nach einem 3:2 über Traun) im Viertelfinale des Baunti-Landescups: „Ich gehe mit erhobenem Haupt, wir haben nur im ÖFB-Cup gegen Salzburg verloren“, so Schweitzer, der als absoluter Fußball-Fachmann gilt. Seine größten Erfolge feierte er jeweils als Co-Trainer von Paul Gludovatz.

Gemeinsam mit dem Burgenländer führte Schweitzer das österreichische U20-Nationalteam anno 2007 in Kanada zu WM-Rang vier und die SV Ried 2011 zum Triumph im ÖFB-Cup.

Herwig Drechsel

Vor wenigen Wochen war er noch der gefeierte Aufstiegsheld, nun warf er bei Fußball-Landesligist SV Traun aber das Handtuch. Die Rede ist von Herwig Drechsel, der den Klub im Frühjahr zum Meistertitel in der Bezirksliga Ost geführt hatte. „Differenzen mit der Klubführung“, erklärte Drechsel gegenüber dem VOLKSBLATT.

Zudem verwehrt sich Rieds Jahrhundertspieler vehement gegen den in einer Presseaussendung von SV Traun erhobenen Vorwurf, er hätte sich am Dienstag nach dem unglücklichen 2:3 im Baunti-Landescup gegen OÖ-Ligist Oedt respektlos gegenüber dem Schiedsrichter verhalten habe.

„Jeder, der dabei war, und es waren immerhin 700 Zuschauer am Platz, hat gesehen, dass das nicht so war“, betonte Drechsel. Für den bald 45-Jährigen war Traun die erste Trainerstation im Erwachsenenfußball. Davor hatte er nach seinem Karriereende 2013 (nach über 500 Spielen als Profi für FC Linz, SV Ried/Cupsieg 1998, GAK und Grödig) je zwei Jahre in der Rieder Akademie sowie als Sportlicher Leiter von SV Wallern gearbeitet.

Roland Korntner