Tamestit, Tiberghien, Goerne: Johannes Brahms – Sonatas und Gesänge

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Ein Brahms-Album ist bei harmonia mundi erschienen, das sich deutlich von den bisherigen abhebt. Zum ersten durch die dramaturgisch kluge Programmfolge und zum zweiten durch den Blick auf den alternden Meister Brahms und seine sowohl späten Klavierstücke als auch sein Liedschaffen.

Und natürlich verleihen auch die Interpreten der CD einen besonderen Stellenwert. Dabei entsteht der Eindruck, dass die Einspielung von dem zu Brahms affinen deutschen Bariton Matthias Goerne zustande gekommen ist. Von den „ Bratschenliedern“ wählte Goerne „Die Nachtigall op. 97 Nr. 1“ und das „Wiegenlied op. 49 Nr. 4“ in der Bearbeitung für Viola und Klavier und wird exzellent begleitet von seinen instrumentalen Partnern.

Der französische Bratschist Antoine Tamestit glänzt durch Einfühlung in die Geisteswelt der Musik eines hier gar nicht abgeklärten Brahms, der sich quasi ein Ausruhen nach der Symphoniearbeit gönnt und neue Kräfte für das für ihn immer wichtige Liedschaffen sammelt.

Und im Klavierpart wird dies nicht weniger deutlich mit seinen samtweichen Klängen des Schlummerns, das nicht leiser wird, sondern von dem französischen Starpianisten Cédric Tiberghien in wunderbaren Farben, abgestimmt auf die vokale Ausdrucksweite, mitgetragen wird. Schön, dass er uns seine solistische Stärke nicht vorenthält, indem er mit zwei Brahms-Sonaten aus der Opusreihe 120 den Eindruck eines bleibenden Hörgenusses hinterlässt.

Hörprobe:

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