Tausende flüchten vor drohendem Vulkanausbruch in Indonesien

Tausende Menschen haben sich in Indonesien vor einem drohenden Vulkanausbruch in Sicherheit gebracht. Der Vulkan Ili Lewotolok in der südlichen Provinz Ost-Nusa Tenggara ist seit Sonntag erstmals seit Jahren wieder aktiv, wie die Behörden am Montag mitteilten. Er stieß eine vier Kilometer hohe Rauch- und Aschewolke aus. Berichte über Verletzte oder Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

Mehr als 4.400 Einwohner der abgelegenen Region wurden in Sicherheit gebracht. Die Behörden gaben eine Flugwarnung aus und schlossen den örtlichen Flughafen Wunopitu vorübergehend. Rund um den Vulkan wurde eine vier Kilometer breite Sperrzone eingerichtet.

Der letzte größere Ausbruch des Ili Lewotolok war 2017. Indonesien verzeichnet mit rund 130 Vulkanen die stärkste vulkanische Aktivität weltweit. Der asiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass es besonders häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.

In Neuseeland wurde unterdessen knapp ein Jahr nach einem verheerenden Vulkanausbruch mit 22 Toten Anzeige gegen zehn Reiseveranstalter und drei Personen erstattet. Bei einer Untersuchung habe die örtliche Arbeitsschutzbehörde WorkSafe New Zealand festgestellt, dass die Organisatoren von Touren nach White Island den gesetzlichen Sicherheitsverpflichtungen nicht nachgekommen seien, hieß es in einer Mitteilung.

Der Vulkan Whakaari war am 9. Dezember ausgebrochen, als sich 47 Touristen auf der kleinen Insel etwa 50 Kilometer vor der neuseeländischen Nordinsel aufhielten. Unter ihnen waren vier Deutsche sowie Besucher aus China, den USA und Großbritannien. Rauch und Asche wurden mehr als 3.500 Meter hoch geschleudert. Der Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv gewesen, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Touristen dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet.

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