„Technische Uni in OÖ ist beschlossene Sache“

Minister Polaschek bekräftigt Faßmann-Zusage

INTERVIEW MIT BILDUNGSMINISTER POLASCHEK
INTERVIEW MIT BILDUNGSMINISTER POLASCHEK © APA/Neubauer

Der neue Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP/Bild) will den unter Vorgänger Heinz Faßmann eingeschlagenen Weg fortsetzen. Er will daher — trotz der Ablehnung der Universitätenkonferenz — definitiv an der Einrichtung einer Technischen Universität (TU) in Oberösterreich festhalten. „Die Sache ist beschlossen, da gibt es eine klare Vereinbarung zwischen Bund und Land OÖ. In der Rechtssprache heißt es: Pacta sunt servanda, Verpflichtungen sind durchzuführen, Verträge sind einzuhalten.“ Oberösterreichs LH Thomas Stelzer überrascht diese Haltung nicht: „Ich habe sowohl mit Bundeskanzler Nehammer, als auch mit Wissenschaftsminister Polaschek vor der Regierungsumbildung über die neue TU in Oberösterreich gesprochen und vereinbart: Dieses internationale und innovative Leuchtturmprojekt wird umgesetzt. Das ist die wichtigste Nachricht. Ich bin dem neuen Wissenschaftsminister für sein klares Bekenntnis zur TU auch sehr dankbar.“

Der Linzer JKU-Rektor Meinhard Lukas begrüßte ebenfalls die positiven Signale des neuen Ministers zur TU und er betonte, dass die Standortentscheidung auch wesentlich für den geplanten Uni-Start im Herbst 2023 sei. „Gerade ein einheitlicher Standort bringt in der Verwaltung, aber auch in Verbindung mit den bestehenden Instituten an der Linzer JKU enorme Synergieeffekte“, betonte Lukas.

Matura heuer regulär

Im Gespräch mit der APA betonte Polaschek weiters, er „halte es für ganz wichtig, dass Kinder so viel wie möglich vor Ort an den Schulen sind“. Anders als in den beiden vergangenen Schuljahren soll es außer der Einrechnung der Note der Abschlussklasse aus derzeitiger Sicht keine Matura-Erleichterungen geben.

„Es war mir immer wichtig, so viel Präsenz wie möglich zu haben — das war an der Uni Graz so (bis zu seiner Bestellung zum Minister war Polaschek dort Rektor, Anm.) und das gilt auch für den Schulbereich“, meinte der neue Minister. Derzeit arbeite man daran, die PCR-Testkapazitäten auszubauen, um zweimal wöchentlich PCR-Tests an den Schulen durchzuführen. Derzeit ist das nur in Wien, Nieder- und Oberösterreich der Fall. Anders als in den beiden letzten Jahren soll neben der schriftlichen heuer die mündliche Matura wieder verpflichtend sein, sagte Polaschek an. Die Noten der Abschlussklasse würden wieder in die Maturanote eingerechnet.

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