Tests: Allein Linz braucht 75 „Straßen“ und 500 Freiwillige

Im ganzen Land werden Hunderte Helfer gesucht

Massenstest

Von 11. bis 14. Dezember finden in Oberösterreich die Antigen-Massentests statt. Den Knackpunkt, dass dieser organisatorische Kraftakt ein Erfolg wird, stellt das Personal dar.

Das Land OÖ sucht nun Hunderte freiwillige Helfer, die mit ihrer Unterstützung einen entscheidenden Beitrag zu dieser Mammutaufgabe leisten können.

Die Dimensionen sind tatsächlich enorm: Alleine für die Landeshauptstadt wird der tägliche Personalbedarf auf rund 250 Leute aus dem medizinischen Bereich und weitere 500 für den organisatorischen Teil — Ordnerdienst, Versorgung, Entsorgung der Schutzausrüstung etc. — geschätzt.

In Linz sind für die Tests 75 Teststraßen an rund 20 Standorten geplant — fix sind etwa das Design Center, die Sportarena und die Tabakfabrik, wie Bürgermeister Klaus Luger bekannt gab. Auch Volkshäuser und Turnsäle sollen adaptiert werden. Man erwarte bis zu 90.000 Teilnehmer an den vier Tagen. Die Teststraßen werden als „Walk-in“ konzipiert.

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Rotes Kreuz, Samariterbund, Feuerwehr und Magistrat würden derzeit alles mobilisieren, was möglich sei, sagte Luger. Vom Bund fühlt sich der Stadtchef allerdings im Regen stehen gelassen: So sei nicht klar, ob bzw. wo nach einem positiven Schnelltest noch ein PCR-Test gemacht werden müsse, und, ob die Gesundheitsbehörde dann Contact Tracing durchführen solle. Auch ein funktionierendes IT-System könnte ein Knackpunkt sein.

Für eine rege Teilnahme an den Antigen-Massentests plädierten am Freitag erneut LH Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander: „Wenn sich ein Großteil der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher testen lässt, können wir Infektionsketten brechen und somit die Virusverbreitung eindämmen.“

Chance auf vertrautes Weihnachtsfest

Die Großtestungen seien auch ein wichtiger Schritt für ein halbwegs vertrautes Weihnachtsfest im kleinen Kreis der Familie. Stelzer und Haberlander starteten auch einen Aufruf zum Mithelfen: „Fakt ist: Wenn alle zusammenarbeiten, können wir diese Massentests gemeinsam bewältigen“, betonen sie.

Gebraucht werden nicht nur Ärzte, Sanitäter oder Medizinstudenten, sondern auch Verwaltungspersonal für Anmeldung, Identifikation oder Testergebnis-Information und auch Personal für Ordnerdienste, Versorgung und Nachschub. Die Versicherung der freiwilligen Helfer erfolgt über das Rote Kreuz.

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