TGW peilt die Umsatz-Milliarde an

Logistikanlagenbauer aus Marchtrenk sucht 400 Mitarbeiter

Die TGW Gruppe mit Sitz in Marchtrenk will nach Rekordjahr 2019/20 weiter wachsen.
Die TGW Gruppe mit Sitz in Marchtrenk will nach Rekordjahr 2019/20 weiter wachsen. © tgw-group.com

Das Geschäftsjahr 2019/20 (per 30. Juni) des Logistikanlagenbauers TGW verlief mit einem Umsatz von mehr als 835 Millionen Euro sehr zufriedenstellend.

Dieser Rekordumsatz des Marchtrenker Unternehmens hatte auch einen deutlichen Gewinnzuwachs zur Folge, verwies TGW-CEO Harald Schröpf bei der Bilanzpressekonferenz in Linz auf die 37,1 Mio. Euro EBIT und die zum dritten Mal ausgeschüttete Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 4,1 Mio. Euro.

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Corona-Folgen

Trotz der guten Geschäftszahlen habe aber die Corona-Pandemie laut Schröpf auch „Bremsspuren hinterlassen“. Das sehe man beim Auftragseingang, der mit 822 Mio. Euro hinter den Prognosen von 950 Mio. Euro zurückgeblieben war.

Ab Mitte März seien alle Kunden beim Einkauf erst einmal in Warteposition gegangen und hätten ihre Infrastrukturprojekte auf Eis gelegt, meinte der TGW-Chef. Konkret seien im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres keine Aufträge eingegangen.

Damit sei die TGW auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern vorsichtiger als beabsichtigt geblieben. Die Zahl wuchs zwar von 3415 auf 3667, eigentlich wollten die Marchtrenker aber auf 3750 aufstocken.

Das neu angelaufene Geschäftsjahr stimme aber mehr als optimistisch. Mit einem Auftragseingang von 370 Mio. Euro sei das erste Quartal 2020/21 das beste überhaupt gewesen, weshalb Schröpf in diesem Geschäftsjahr einen Auftragseingang von einer Milliarde Euro anpeilt. 400 neue Mitarbeiter sollen aufgenommen werden.

In Summe gesehen zählt der Marchtrenker Logistikanlagenbauer damit eher zu den Profiteuren der Pandemie.

Der Online-Handel vor allem im Bereich Lebensmittel werde nach Corona weiter hoch bleiben. Der niederländische Online-Lebensmittelhändler Picnic etwa habe TGW den Auftrag zur Errichtung eines automatisierten Distributionszentrums erteilt, nannte Schröpf als konkretes Beispiel.

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