Thema „Arbeit“ wird „Chefsache“

Kanzler Kurz startet Tour per Videoschaltung mit LH Stelzer

Schon vor Corona im Gespräch – BK Sebastian Kurz, LH Thomas Stelzer.
Schon vor Corona im Gespräch – BK Sebastian Kurz, LH Thomas Stelzer. © Land OÖ/Schauer

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) macht das Thema „Arbeit“ in den kommenden Monaten zur „Chefsache“. Neben der Gesundheitskrise soll eine anhaltende Wirtschafts- und Arbeitskrise „mit allen Mitteln“ verhindert werden, teilte Kurz der APA mit.

„Wir führen einen Dreikampf: Den Kampf um jeden COVID-Patienten, den Kampf um jeden Betrieb und den Kampf um jeden Arbeitsplatz“, so Kurz. Überall, wo Betriebsschließungen drohen würden oder Abwanderungen ins Ausland angedacht seien, werde man mit aller Kraft um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Diese Weltwirtschaftskrise stelle Österreich vor „enorme Herausforderungen“.


„Wir sind ein exportorientiertes Land und es brechen derzeit wichtige Märkte weg. Ganze Branchen wie der Tourismus kommen zum erliegen“, sagte Kurz und verwies auf die steigenden Ansteckungszahlen, die Reisewarnungen auslösen und so die Konsumlust reduzieren, was im Ergebnis Arbeitsplätze vernichte. Österreich brauche einen noch nie da gewesenen Schulterschluss zwischen Politik, Arbeitnehmern und Arbeitgebern, sagte Kurz. Daher plane er „eine Reihe von Gesprächen“, etwa mit den Landeshauptleuten, Wirtschaftsforschern, Experten und den Sozialpartnern.

MAN Thema in Linz

Heute wird Kurz diese Tour mit LH Thomas Stelzer in Linz beginnen. Dabei sollen die bereits laufenden Beratungen zwischen der Bundesregierung und der Landesregierung über die Rettung der Arbeitsplätze beim Lkw- und Bushersteller MAN vertieft werden.

Weil wie berichtet ein Mitarbeiter im Kanzleramt positiv auf Corona getestet wurde, findet dieses Treffen nun via Videokonferenz statt. Zwar ist der Kanzler, wie ein Test ergeben hat, nicht mit Corona infiziert, dennoch möchte man hier kein Risiko eingehen.

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