Tief stehende Sonne: Erhöhte Unfallgefahr

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Fahrtechnikexperte Franz Bruckmair

Niederschläge, Nebel und veränderte Lichtverhältnisse – der Herbst steht vor der Tür. Speziell die sehr störende und oft plötzliche Blendung durch die tief stehende Sonne kann im Straßenverkehr gefährlich werden. „Jedes Jahr kommen tausende Personen durch Blendung im Straßenverkehr zu Schaden. Glücklicherweise passiert aber nicht immer ein Unfall, auch wenn immer wieder zu beobachten ist, wie die Blendung Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt“, weiß ÖAMTC-Fahrtechnik-Experte Franz Bruckmair. „Für Autofahrer gilt daher: Volle Konzentration, Geschwindigkeit anpassen und erhöhten Sicherheitsabstand einhalten, außerdem die Scheiben stets sauber halten und Sonnenbrillen griffbereit haben.“
Wenn die Sonne tief steht, führt vor allem das Übersehen von Lichtsignalen immer wieder zu schweren Unfällen. „Erhöhte Vorsicht für alle gilt vor allem im Nahbereich von Fußgängerampeln, Zebrastreifen, in Wohnstraßen, nahe Schulen, Kindergärten, Haltestellen, Einkaufszentren sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen“, stellt der Experte klar.
Sollte die Blendung eines Lenkers zu einem Unfall führen, wird seine Schuld vor Gericht dadurch nicht eingeschränkt. Wenn Lenker nicht angemessen auf Straßen- und Lichtverhältnisse reagieren, wird ihnen in der Regel fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen sein.