Thiem mit Leistungssteigerung ins Wien-Viertelfinale

Mit einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem Auftakt ist Dominic Thiem der erfolgreichen Titelverteidigung in Wien nähergekommen. Der als Nummer zwei gesetzte US-Open-Sieger besiegte am Donnerstag den Chilenen Cristian Garin nach nur 65 Minuten klar mit 6:3,6:2. Er steht damit im Viertelfinale des Erste Bank Open und trifft nun am Freitag (2. Match nach 14.00 Uhr/live ServusTV) auf den als Nummer 5 gesetzten Russen Andrej Rublew.

“Es war eine echt gute Partie, sehr solide von Anfang bis zum Ende. Es war auch die erste Partie alles andere als schlecht, aber gegen einen Gegner, der viel schlechter gerankt ist, als er gespielt hat”, meinte Thiem noch auf dem Platz zu den rund 1.000 Zuschauern, die für Atmosphäre in der Stadthalle gesorgt haben.

Grundsätzlich habe er sich viel wohler gefühlt als in der ersten Partie, die doch auch die erste seit dem Viertelfinal-Aus in Paris gewesen war. “Ich habe eigentlich sehr wenig Dummheiten heute gemacht, sehr viele erste Aufschläge, gut retourniert”, so Thiem. In seinem zweiten Match in Österreich als US-Open-Champion habe er wieder das Gefühl für Match und Fans bekommen. “Es ist sehr schön vor Fans zu spielen, das gibt ein paar Extraprozent Energie”, sagte der 17-fache Turniersieger auf ServusTV.

Vor Rublew, den er noch auf dem Court als einen seiner “Lieblingsmenschen und Lieblings-Trainingspartner auf der Tour” bezeichnete, erwartet Thiem eine “unglaublich schwere” Partie. “Er ist gerade in der letzten Woche in die Top Ten eingezogen und ich würde sagen, dass er, so wie er zur Zeit spielt, sogar zu den fünf besten Spielern auf der Welt gehört. Er spielt jeden Ball mit Höchstgeschwindigkeit”, erklärte Thiem. “Das wird eine unglaublich schwere Aufgabe morgen.”

Gegen den 23-jährigen Rublew, der im ATP-Ranking aktuell Achter ist, hat Thiem bisher dreimal gespielt und hält bei 2:1-Siegen. Die bisher letzte Begegnung hatte der Russe im Hamburg-Viertelfinale 2019 mit zweimal 7:6 für sich entschieden. Für Thiem ist es sein viertes Viertelfinale in der Stadthalle.

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Gegen Garin zeigte er jedenfalls gegenüber dem Auftaktmatch gegen Witalij Satschko (UKR) ein weit bessere Vorstellung, u.a. auch dank eines starken Aufschlag-Spiels. Der Weltranglisten-Dritte nutzte gleich seine erste Breakchance zum 2:0. Nur vier Punkte gab Thiem in seinen fünf Aufschlag-Games im ersten Satz ab. Der Lichtenwörther nutzte seinen dritten Satzball nach 32 Minuten zum 6:3.

Im zweiten Satz steigerte sich Garin, der zum Auftakt überraschend den dreifachen Grand-Slam-Champion Stan Wawrinka ausgeschaltet hatte, zu Beginn zwar etwas, doch es war wieder Thiem, dem das Break zum 3:2 gelang. Der Weltranglisten-22., ein Landsmann von Thiem-Coach Nicolas Massu, beging beim Breakball einen Doppelfehler und damit hatte der Südamerikaner sein Pulver verschossen. Thiem gelang zum 5:2 ein weiteres Break und nutzte den zweiten Matchball zum Sieg.

Bereits zuvor war mit Jurij Rodionov der zweite Österreicher im Achtelfinale ausgeschieden. Der 21-jährige Wahl-Wiener musste sich dem Briten Daniel Evans mit 5:7,3:6 beugen. Thiem-Gegner Rublew stand nur drei Games auf dem Court, weil der Italiener Jannik Sinner wegen einer Fußverletzung aufgeben musste. Auch Mitfavorit Daniil Medwedew, die Nummer vier des Turniers, ist weiter, musste aber gegen Vasek Pospisil aus Kanada einen Satz abgeben. Der Russe siegte mit 4:6,6:3,6:2.

Grigor Dimitrow hat am Abend im Achtelfinal-Schlager des Erste Bank Open in Wien die Nummer 3 des Turniers ausgeschaltet. Der Bulgare, eins selbst Nummer drei im ATP-Ranking, komplettierte am Donnerstagabend das Viertelfinale mit einem 6:7(5),6:4,6:3-Erfolg nach 2:13 Stunden über den Griechen Stefanos Tsitsipas. Letzterer ist damit als Erster der fünf Top-Ten-Leute in der Stadthalle ausgeschieden.

Bereits zuvor hatte Jürgen Melzer, der 2021 seine Karriere schon vor Wien ausklingen lässt, an der Seite von Edouard Roger-Vasselin seinen letzten sportlichen Auftritt in der Stadthalle. Das österreichisch-französische Duo musste sich Lukasz Kubot/Marcelo Melo (POL/BRA-3) im Doppel-Viertelfinale 5:7,3:6 beugen.

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