Tom Hanks: Schräge Typen

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Tom Hanks (61) mag Schreibmaschinen und er hat ein Buch geschrieben. Und so wimmelt es in der Kurzgeschichten-Sammlung „Schräge Typen“ nur so von Schreibmaschinen: In fast jeder der rund ein Dutzend Geschichten kommt irgendwo eine vor. Zwei Jahre lang habe er an dem Buch gearbeitet, so Hanks. Währenddessen habe er Filme in New York, Berlin, Budapest und Atlanta gedreht und überall geschrieben. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich. Einige Figuren ziehen sich durch mehrere Erzählungen und werden immer wieder aufgegriffen. Andere spielen in völlig anderen Zeitzonen und Umgebungen, manche in der heutigen Zeit, andere in der Vergangenheit. Hanks schreibt von Freunden, von Kinostars, von einem kleinen Buben und seiner frisch geschiedenen Mutter und vom Krieg. Das liest sich genauso unterschiedlich, mal unterhaltsam, mal etwas dröge — und so sind dann auch die US-Kritiken gemischt ausgefallen. Hanks, der sich als Schauspieler längst Ruhm und Geld erworben hat, gibt vor, sich davon nicht beirren zu lassen. „Schau, ich bin 61“, sagte er jüngst der „New York Times“. „Ich habe keine Zeit darüber zu lesen, wie gut oder schlecht ich etwas gemacht habe. Lasst es einfach da sein und die Menschen müssen dann eben mit der Tatsache umgehen, dass ich der berühmte Typ bin, der seinen Namen in die Zeitung bekommen hat.“                                                                        C. Horsten

Tom Hanks: Schräge Typen. Stories. Piper, 345 Seiten, € 22,90