„Top Secret“ bei Generalproben

LASK heute gegen St. Pölten — Senat 1 tritt erstmals zusammen

LASK-Trainer Valerien Ismael © APA/Fohringer

Die Woche der Wahrheit für den LASK, sie beginnt am Mittwoch (27.5.). Einerseits sportlich, denn für den nächsten Mittwoch wartenden Re-Start der Fußball-Bundesliga — dabei wartet auf den Tabellenführer ein Heimspiel gegen Hartberg — steht am Nachmittag (17 Uhr) das einzige Testmatch gegen St. Pölten auf dem Programm.

In Zeiten wie diesen natürlich ohne Zuschauer, aber auch ohne Medien. „Top Secret“ lautet — nicht nur bei den Athletikern, sondern auch bei den anderen Bundesligisten —, die Devise für die Generalprobe. „Die hat natürlich einen sehr hohen Stellenwert“, betonte Teammanager Georg Hochedlinger.

Andererseits tagt am Mittwoch erstmals der Senat 1 der Bundesliga in der Causa „Unerlaubtes Mannschaftstraining des LASK“. Auch da hielten die Oberösterreicher den Ball flach, äußerten sie sich nach der Pressekonferenz letzten Freitag, wo sie vier Verstöße („War ein Blödsinn“) einräumten, nicht mehr öffentlich. Dass es am Mittwoch auch schon ein erstinstanzliches Urteil des achtköpfigen Gremiums geben wird, darf bezweifelt werden. Zu umfangreich scheint das vom LASK eingereichte Datenmaterial, das es zu sichten und zu bewerten gilt und (zur Untermauerung der Verteidigung) auch Trainingsfotos von anderen Klubs beinhaltet.

Breiter Strafrahmen

Der Senat 1 kann aus einem großen Spektrum an Strafen wählen: Dieses reicht von einer Ermahnung, über eine Sperre (bis 12 Spiele), eine Funktionssperre (bis ein Jahr) und einer Geldstrafe (max. 15.000 Euro) bis hin zu Geisterspielen, Punkteabzug oder sogar Wettbewerbsausschluss, Zwangsabstieg und Verbandsausschluss .

P.S.: Wie der LASK testet am Mittwoch auch Auftaktgegner Hartberg in Wien gegen die Austria. Gestern waren der Wolfsberger AC gegen Mattersburg (3:0) sowie Sturm Graz bei der Admira (0:0) im Einsatz.

Wie ist Ihre Meinung?