Topfavoritin Swiatek fliegt schon in 3. Wimbledon-Runde raus

Swiatek kämpfte vergeblich um ihren 38. Sieg in Folge © APA/APA (AFP)/GLYN KIRK

Die Weltranglistenerste und Topfavoritin Iga Swiatek hat in Wimbledon ein frühes Aus ereilt. Am Samstag unterlag die Polin beim Tennis-Rasenklassiker in der dritten Runde der routinierten Französin Alice Cornet mit 4:6,2:6 und erlitt dabei die erste Niederlage nach 37 Siegen in Folge. Swiatek hatte die French Open und die vorigen fünf Turniere gewonnen. Damit sind aus den Top Ten der Weltrangliste nur noch die Tunesierin Ons Jabeur (2) und Paula Badosa (4) aus Spanien dabei.

Der 21-jährigen Swiatek unterliefen mehr als 30 unerzwungene Fehler in der Partie, sie wurde bei ihrem zweiten Aufschlag immer wieder von Cornet attackiert. Die 32-Jährige, die ihr 62. Grand-Slam-Turnier en suite spielt, ist in Wimbledon zwar noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen, hatte bei dem Turnier aber unter anderem auch schon den amerikanischen Superstar Serena Williams geschlagen. „Mir fehlen die Worte, es erinnert mich daran, wie ich auf dem gleichen Platz Serena bezwungen habe“, sagte Cornet, dies es in der nächsten Runde mit Ajla Tomljanovic (AUS) aufnimmt. Angesprochen auf ihr Alter scherzte sie: „Ich bin wie guter Wein. In Frankreich altert guter Wein immer gut.“

Die letzte Spielerin, die Swiateks Marke erreicht hatte, war 1997 Martina Hingis, deren Serie ebenfalls nach 37 Erfolgen endete. Länger blieb letztmals Steffi Graf in den Jahren 1989 und 1990 ungeschlagen (66 Siege). „Ich war nicht in meiner besten Verfassung, also wusste ich, dass dies passieren konnte“, sagte Swiatek, die weniger gerne auf Rasen spielt. „Gerade bin ich zufrieden mit meiner Serie, ich bin froh, dass ich das geschafft habe.“

Neben Swiatek verabschiedete sich am Samstag mit Jessica Pegula (USA, WTA-9) eine weitere Top-Ten-Spielerin, sie unterlag Petra Martic (CRO) 2:6,6:7(5). Badosa spielte sich hingegen weiter in den Favoritinnenkreis, bezwang Petra Kvitova (CZE-25) mit 7:5,7:6(4).

Indes setzte die Französin Harmony Tan ihren überraschenden Siegeszug fort. Die Erstrunden-Bezwingerin von Serena Williams gewann in 51 Minuten 6:1,6:1 gegen die Britin Katie Boulter und erreichte erstmals das Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. „Ich kann es noch nicht glauben. Es ist großartig“, sagte die 24-jährige Tan. „Es war wirklich emotional in der ersten Runde gegen Serena. Heute war es wirklich gutes Tennis, ich weiß selber nicht, warum.“

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Tan hatte Williams bei deren Einzel-Comeback nach einem Jahr Verletzungspause in der ersten Runde bezwungen und trifft auf Amanda Anisimova. Die 20-jährige Amerikanerin setzte sich am Ende deutlich mit 6:7(4),6:2,6:1 gegen ihre zwei Jahre jüngere Landsfrau Coco Gauff durch. Gauff hatte bisher in Wimbledon stets das Achtelfinale erreicht und galt nach ihrem Finaleinzug zuletzt bei den French Open als mögliche Titelanwärterin.

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