Tote bei erneuten Gefechten in Berg-Karbach

Aserbaidschan und Armenien werfen einander den Bruch des Waffenstillstandes für die Region Berg-Karabach vor. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium sprach am Sonntag von vier Toten unter seinen Sicherheitskräften seit Inkrafttreten des Waffenstillstands vor rund einem Monat. Armenien sprach hingegen von einer neuen Offensive Aserbaidschans am Samstag, bei der sechs der eigenen Soldaten verwundet worden seien.

Die Regierung von Aserbaidschan erklärte, die Kämpfe hätten in einer Region stattgefunden, die Aserbaidschan im Zuge des Waffenstillstandes zugesprochen worden sei. Armenien wiederum sprach von Provokationen und dass man die Vorstöße zurückgeschlagen habe. Unter Vermittlung Russlands solle nun die Lage geklärt werden.

Armenien und Aserbaidschan hatten sich über Wochen schwere Kämpfe um Berg-Karabach geliefert. Dort leben überwiegend christliche Armenier. Völkerrechtlich gehört die Region im Südkaukasus zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich aber 1991 losgesagt hatte. Schon damals war es zum Krieg gekommen, und Aserbaidschan verlor die Kontrolle über Berg-Karabach sowie umliegender Bezirke.

Unter Vermittlung Russlands war nach den kriegerischen Auseinandersetzungen ab Ende September Anfang November ein Waffenstillstand ausgehandelt worden, der die Kämpfe beenden soll. Der Unmut vieler Armenier richtet sich vor allem dagegen, dass das von der aserbaidschanischen Armee gewonnene Gelände unter Kontrolle Aserbaidschans bleiben soll.

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