Toyota GR Yaris – Klein, mit hoher Performance

Keine vier Meter lang, keine vier, sondern nur drei Zylinder unter der kurzen Motorhaube und Platz für lediglich vier Personen. Macht nichts: Der Toyota GR Yaris weiß mit anderen Eigenschaften aufzuwarten, die vor allem die Herzen eingefleischter Benzinbrüder höherschlagen lassen.

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Der Toyota GR Yaris hat einen Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,6 Liter Hubraum sowie 261 PS. Es dauert im Schnitt 5,5 Sekunden, um den vorigen Satz laut zu lesen.

In der Zeit ist der Yaris GR schon auf Tempo 100 – vielen Dank an dieser Stelle an die maximal 360 Newtonmeter Drehmoment für alle vier Räder – und enteilt weiter vehement Richtung 230 km/h Spitze. Dabei gibt sich der Wagen bis 180 km/h durchaus handzahm, leicht zu beherrschen und gutmütig.

Typenschein

Toyota GR Yaris 1,6l 4WD High Performance

Preis: ab € 44.290,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 45.235,- inklusive Premium Lackierung € 945,-; einen Toyota GR Yaris (Basis) gibt es ab € 38.990,- NoVA/Steuer: 16 %/ € 1779,84 jährlich Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 6 Jahre gegen Durchrostung Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten: Motor: R3, 12V, Turbolader, Partikelfilter, 1618 cm³, 192 kW/261 PS bei 6500 U/min, max. Drehmoment 360 Nm bei 3000-4600 U/min Getriebe: Sechsgangschaltung Antrieb: Allradantrieb Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 5,5 s Leistungsgewicht: 4,97 kg/PS WLTP-Verbrauch: 8,2 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 9,2 Liter CO2-Ausstoß: 186 g/km Euro 6d

Eckdaten: L/B/H: 3995/1805/1455 mm Radstand: 2560 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1296/1645 kg Kofferraum: 207-768 Liter Tank: 50 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 225/40 ZR18 92Y auf 18“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC Airbags: 6

Ausreichend Power, um dann nochmals über die 200er-Marke zu beschleunigen hat er auch: Dann wird es aber rau, laut und ungemütlich. Abroll-, Wind- und Motorlärm machen Telefonate, Radio hören oder eine gepflegte Konversation mit den maximal drei Beifahrern nahezu unmöglich. Und übrigens: Hinten sitzen ist nur bedingt empfehlenswert, auch aufgrund des sportlichen Einstiegs in den Dreitürer.

Dazu gibt’s eine holprige, direkte Rückmeldung von der Straße und dann klettert auch der Spritverbrauch in zweistellige Höhen. Für Raser-Langstreckenautobahnfahrten in Deutschland ist der GR Yaris daher nur bedingt tauglich, rasches Vorankommen – inklusive brachialer Überholmanöver – garantiert der sprintstarke Japaner allemal.

Die Lenkung agiert präzise und pfeilschnell, die Sechsgangschaltung ist knackig und kurz, das Fahrwerk verhält sich straff und die Traktion lässt auch keine Wünsche offen. Darüber hinaus begeistert der GR Yaris als Kurvenräuber mit schnittiger Linienführung und agilem Fahrverhalten. All das gesellt sich zu einem kernigen, tiefen Dreizylinder-Klang und einer fabelhaft ergonomischen Sitzposition im anschmiegsamen Ledergestühl.

Handzahm im Normalmodus verbraucht der Fünfsitzer um die neun Liter, aber wie schon geschrieben: Bei Brachialfahrten, im Track-Modus oder im sehr ambitioniert und hochtourig gefahrenen Sportmodus knackt der GR Yaris die Zehn-Liter-Marke beim Verbrauch, was die Maximalreichweite auf etwas weniger als 500 Kilometer schrumpfen lässt. Letztendlich entpuppt sich der GR Yaris als Rallyeauto für den Alltag – und für Fahranfänger nur bedingt empfehlenswert.

Der nicht einmal vier Meter lange Fünftürer ist als High-Performance-Modell umfangreich ausgestattet. Zu den Annehmlichkeiten zählt unter anderem eine umfangreiche – teils nervös agierende – Assistenzarmada, die beispielsweise Toter-Winkel-Warner, Notbremsassistent, Querverkehrswarner, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent und adaptiven Tempomat inkludiert.

Darüber hinaus spendieren die Japaner der Rennsemmel eine zweistufige Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, Lenkradheizung, USB-Ports, Rückfahrkamera und induktive Ladeschale, wie ein Blick in die Preisliste verrät. Diese offenbart auch den Basispreis, der 44.290 Euro beträgt. Durchaus kompetitiv, wie auch das gesamte Auto.

Nichts zu meckern gibt es in Sachen Verarbeitungsqualität, Materialmix und eben – das hatten wir schon erwähnt – Sitzergonomie. Das ist allererste Güte, was Toyota da abliefert – auch wenn das Infotainmentsystem auf dem frei stehenden Touchscreen und den Shortcutknöpfen an der Seite optisch schon ein wenig in die Jahre gekommen ist.

Die Menüführung erschließt sich intuitiv und die Responsezeiten sind fast so schnell wie der Wagen selbst wobei die High Performance dann letztendlich doch dem Motor vorbehalten ist.

Fazit

Klein, aber oho trifft es am besten.

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