Training mit der Pulsuhr

Immer mehr Hobbysportler entdecken das Training mit der Puls- oder Sportuhr für sich. Das erfordert zwar etwas Übung, ist aber besonders effektiv, weiß Kardiologe Kurt Höllinger.

Das Display zeigt die aktuelle Pulsfrequenz an. Diese steigt oder fällt mit zunehmender Anstrengung und bleibt bei anhaltender Bewegung möglichst konstant im gewünschten Bereich.

„Für den Pulsbereich ist die Herzfrequenz entscheidend, die bei gesunden Menschen mit der Pulsfrequenz übereinstimmt“, erläutert der Mühlviertler Kardiologe Kurt Höllinger: „Sie gibt die Anzahl der Herzschläge pro Minute an und zeigt so besonders gut, wann das Herz-Kreislaufsystem und die Lunge noch positiv belastet werden kann und wann das Training zu viel ist.“

Training zwischen Ruhe- und Maximalpuls

Vor allem für Anfänger und Sportler, die ihre Leistung steigern wollen, empfiehlt der Kardiologe das pulsorientierte Training. Zunächst sollte aber der Ruhe- und der Maximalpuls bekannt sein. Diese beiden Werte bestimmen die Grenze nach unten und nach oben. Dazwischen sollte sich das Training abspielen, um etwa mehr Ausdauer zu erlangen oder die Kilos purzeln zu lassen.

„Gemessen wird der Ruhepuls in einem Zustand ohne körperliche Anstrengung. Idealerweise liegt dieser zwischen 60 und 85 Herzschlägen pro Minute, er sinkt aber mit zunehmender Fitness“, so der Herzspezialist. Ein eher niedriger Ruhepuls ist daher ein besonders guter. Der Maximalpuls lässt sich in etwa errechnen. Frauen sollen von der Zahl 226 ihr Alter abziehen, Männer von 220. Sinnvoller ist es aber, sich vor Sportbeginn einem medizinischen Leistungstest zu unterziehen.

„Dabei wird auf dem Fahrrad bzw. Ergometer oder bei einer noch exakteren Spiroergometrie der Ruhe- und der Maximalpuls genau gemessen. Außerdem wird die Laktatkonzentration, als jener Belastungsbereich, in dem der Sauerstoff im Körper noch gut ausgetauscht wird, gemessen und es kann ein Trainingsplan festgelegt werden“, erklärt der Mediziner.

Anfänger sollten sich im ersten Pulsbereich, im sogenannten Gesundheitsbereich, bewegen – das heißt, da sollte man sich beim Training noch gut unterhalten können. Weniger Trainierte werden aber schnell merken, wie rasch ihr Puls dabei schon steigt.

Daher sollten sie die Pulsfrequenz genau beobachten und das Training erst nach ein paar Wochen langsam steigern, rät Höllinger: „Hobbysportler sollten ihren Körper zwar fordern, aber nicht überfordern.“

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