Traum vom Titel im Wembley

England will Durststrecke im Fußball-Tempel beenden

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Jahrelang trat bei der englischen Fußball-Nationalmannschaft immer dasselbe Muster bei Endrunden auf: Die „Three Lions“ reisten als Mitfavorit zu EM oder WM, um dann sang- und klanglos auszuscheiden.

Teamchef Gareth Southgate hauchte dem „Mutterland des Fußballs“ seit seiner Amtsübernahme 2016, nach dem EM-Achtelfinal-Aus gegen Island und dem Enthüllungsskandal rund um Vorgänger Sam Allardyce, wieder Selbstvertrauen ein.

„Jeder darf vom Titel träumen, wir selbst wollen auch träumen. Aber wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass wir nicht einfach deshalb Europameister werden, weil wir daheim spielen oder eine aufregende Mannschaft haben“, erklärte der 50-Jährige, der Kapitän Harry Kane und Co. bei der WM 2018 bis ins Halbfinale coachte.

Im Londoner Wembley-Stadion wird England alle Spiele der Gruppe D bestreiten und der Fußball-Tempel ist auch der Austragungsort der Semifinali und des Finales. „Wir sollten keine Angst haben zu sagen, dass wir das Turnier gewinnen wollen“, traut Southgate seinem Team einen „Heimsieg“ wie bei der WM 1966, dem bisher einzig großen Titelgewinn, zu.

Im bevorzugten 4-3-3-System hat sich die Offensive rund um Star-Stürmer Kane und Marcus Rashford als Prunkstück entwickelt. Aber auch im Mittelfeld und der Abwehr herrscht eine gute Balance zwischen erfahrenen Akteuren wie Jordan Henderson oder Harry Maguire und hochtalentierten Jungspunden wie Phil Foden oder Jude Bellingham.

In der Abwehr wurde Ben White für Trent Alexander-Arnold nachnominiert, der sich beim Testspiel gegen Österreich (1:0) eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Bevor es am Sonntag mit der Neuauflage des WM-Halbfinales von 2018 gegen Kroatien bei der Europameisterschaft ernst wird, absolvierte England gegen Rumänien (1:0) eine positive Generalprobe.

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