Meinung

von Manfred Maurer

Trauriger Europatag

Kommentar zum Europatag.

EU-Europa feiert am Montag quasi Geburtstag. Am 9. Mai 1950 hatte der französische Außenminister Schuman die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vorgeschlagen, die Keimzelle der heutigen EU. Seit 1986 wird dieser Tag als Europatag gefeiert.

Auch Russland feiert am Montag. Die am 9. Mai 1945 (Moskauer Zeit) in Kraft getretene Kapitulation der deutschen Wehrmacht markiert den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg.

Doch das „Nie wieder“, das die Väter und Mütter des europäischen Einigungswerkes nach dem Grauen des Zweiten Weltkrieges antrieb, wird gerade von Wladimir Putin pervertiert, indem er seinen Terrorfeldzug gegen die Ukraine als Kampf gegen die Wiedergeburt des Nazismus deklariert. Wie absurd diese Rechtfertigung ist, wissen nicht nur wir, sondern auch Putin selbst. Was den Kriegsherrn im Kreml aber nicht davon abhält, Hitlers Opfer propagandistisch zu missbrauchen.

Umso mehr gilt: Die EU muss sich am Europatag der Motivation des Schuman-Planes besinnen. Dieser zielte nicht nur auf die Eindämmung Deutschlands (was heute kein Thema mehr ist), sondern vor allem auf die Einbindung Deutschlands zur Eindämmung der Sowjetunion.

Damals herrschte Kalter Krieg, heute tobt ein heißer. Und wieder ist Europa gefordert, einig gegen die Moskauer Despotie zu stehen.

Traurig, aber leider Realität…

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