Trockenheit führt zu ersten Schäden in Landwirtschaft

Die seit Jahresbeginn anhaltende Trockenheit hat bei den heimischen Bauern bereits zu ersten Schäden geführt. Bei Futterwiesen, Sommergerste und Zuckerrüben wirke sich der fehlende Niederschlag bereits besonders negativ aus, sagte der Ackerbau-Experte der Landwirtschaftskammer Österreich, Andreas Pfaller, am Freitag zur APA. Der erste Schnitt im Grünland werde „deutlich geringer“ ausfallen.

Seit Anfang März ist im Norden und Süden nicht einmal die Hälfte des üblichen Regens gefallen, in fast allen Teilen Österreichs gibt es ein großes Niederschlagsdefizit. Außerdem belasteten die vergleichsweise tiefen Nachttemperaturen im März und April das Pflanzenwachstum.

Sollte es in den nächsten ein bis zwei Wochen nicht „ausgiebig Regen“ geben, dann werde es „sehr dramatisch“, unter anderem bei der Futterversorgung, so der Landwirtschaftskammer-Experte. Auch wären dann alle Getreidearten negativ betroffen.

Im Jahr 2019 war der April auch sehr trocken, der Mai dann hingegen überdurchschnittlich nass. Der kräftige Niederschlag rettete im vergangenen Jahr die Getreideernte. „Heuer wird es wesentlich dramatischer als letztes Jahr“, erwartet Pfaller. 2019 beliefen sich die Ernteschäden in der österreichischen Landwirtschaft aufgrund der Hitze und Trockenheit auf mehr als 100 Mio. Euro, geht aus Berechnungen der Hagelversicherung hervor.

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