Trotz Corona-Pandemie neue Präsidentenwahl in Malawi

Nach der überraschenden Annullierung der Präsidentenwahl sind am Dienstag im ostafrikanischen Malawi trotz steigender Corona-Zahlen Tausende Menschen Schlange gestanden, um in einer Neuwahl das künftige Staatsoberhaupt zu wählen. Die neue Abstimmung wird als Test für die Demokratie in Malawi gesehen. Nach Ansicht von Experten könnte Amtsinhaber Peter Mutharika die Niederlage drohen.

Der seit 2014 amtierende Mutharika war aus der Wahl im Mai 2019 nach offiziellen Ergebnissen knapp als Sieger hervorgegangen. Die Oppositionskandidaten Lazarus Chakwera und Saulos Chilima warfen der Wahlkommission jedoch Manipulation vor und zogen vor das Verfassungsgericht.

Überraschend annullierte dieses im Februar die Wahl und ordnete eine neue an – demnach wurde unter anderem Tipp-Ex genutzt, um Ergebnisse zu verändern. Soweit bekannt ist, war es erst das zweite Mal, dass eine Wahl in einem afrikanischen Land von einem Gericht annulliert wurde, nach Kenia im Jahr 2017.

Bei der Neuwahl traf Mutharika auf Oppositionsführer Chakwera – der nun von Chilima unterstützt wird – und Peter Kuwani. Experten räumten ihrer Allianz gute Siegeschancen ein.

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