Trotz Galavorstellung musste der LASK zittern

Der LASK spielte im Europa-League-Heimmatch gegen Ludogorez Rasgrad phasenweise ganz groß auf, musste beim 4:3-Erfolg wegen einer kurzen Schwächeperiode aber gewaltig zittern.

Von Roland Korntner

Die Linzer zauberten einen echten Traumstart auf den Rasen der Raiffeisen Arena, schon der erste Angriff brachte die Führung. Nach einem Zuspiel von Raguz nahm sich Balic von knapp außerhalb des Strafraums ein Herz und traf nach exakt 1:47 Minuten zum 1:0. In dieser Tonart ging es gleich weiter, nach einer Ecke von Michorl und einem Drübersteiger von Trauner vollendete Gruber zum 2:0 (11.).

Doch der bulgarische Serienmeister, der sich seit seinem Aufstieg in die erste nationale Liga anno 2011 immer zum Champion krönte, wirkte keineswegs geschockt und schlug in Form des Anschlusstreffers durch Manu prompt zurück (15.). Dementsprechend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Für den LASK setzte Filipovic einen Kopfball knapp daneben (24.), auf der Gegenseite hatte Santana den Ausgleich am Fuß (29.).

Den beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung für die Athletiker stellte dann Marko Raguz wieder her, der U21-Team-stürmer versenkte eine Maßflanke von Andrade volley mit links zum 3:1 (34.). Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren tonangebend und drängten sogleich auf die Entscheidung. Zunächst wurde ein Schuss von Gruber noch abgefälscht. Doch direkt daraus entstand das 4:1. Zwar konnten die Bulgaren den Corner zunächst noch klären, aber die Linzer setzten nach, Balic kam zum Schuss und in Billard-Manier (mit zwei Abfälschungen von Gegenspielern) fand der Ball den Weg ins Netz (55.).

Zitterspiel in Unterzahl

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Der LASK untermauerte damit auch seinen Ruf als echte Torfabrik auf internationaler Ebene. In den letzten elf Europa-League-Heimspielen erzielten die Oberösterreicher stolze 30 Tore, obwohl man auf Gegner wie Besiktas, Eindhoven, Sporting oder Alkmaar getroffen und gegen Manchester United (0:5) ja gestrauchelt war. Nach einer kurzen Schwächephase und zwei weiteren Toren von Manu (67.; 73./Handelfer) samt gelb-roter Karte für Grgic hieß es in der Schlussphase zittern. Auch, weil Goiginger das 5:3 auf dem Fuß hatte, aber nicht machte (81.).

LASK – Ludogorez Rasgrad 4:3 (3:1)
Raiffeisen Arena, 1500, SR Estrada

LASK: Schlager – Wiesinger, Trauner, Filipovic – Ranftl, Grgic, Michorl, Andrade – Gruber (62. Goiginger), Raguz, Balic (62. Eggestein)
Rasgrad: Iliew – Cicinho, Moti, Verdon, Nedjalkow – Anicet, Badji – Tekpetey (88. Ikoko), Santana, Jankow (80. Tchibota) – Manu
Gelb-Rote Karte: Grgic (72./Handspiel)
Gelbe Karten: Wiesinger, Michorl bzw. Moti, Tekpetey, Badji

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