LASK zeigte sich für die heiße Saisonphase gerüstet

Aus dem 0:1 gegen Salzburg konnten Athletiker viel Positives mitnehmen

Über weite Strecken hatten James Holland (l.) und die Athletiker Tabellenführer RB Salzburg gut im Griff, zu einem Punktgewinn reichte es trotzdem nicht.
Über weite Strecken hatten James Holland (l.) und die Athletiker Tabellenführer RB Salzburg gut im Griff, zu einem Punktgewinn reichte es trotzdem nicht. © APA/EXPA/Eisenbauer

„Am Ende haben wir uns für eine gute Leistung nicht belohnt“, befand LASK-Trainer Dominik Thalhammer nach dem 0:1 zum Abschluss des Bundesliga-Grunddurchganges gegen RB Salzburg.

Eine Niederlage, die zwar den Abstand nach der Punkteteilung auf fünf Zähler anwachsen ließ, die aber auch Zuversicht für die kommenden drei Duelle verlieh.

Taktische Adaptierungen

Denn speziell in Hälfte eins hatten die Athletiker Salzburg — bis auf den Eigenfehler von Andres Andrade, der zum 0:1 durch Daka führte — so gut im Griff wie selten zuvor. „Wir haben das Spiel von Salzburg stark neutralisiert, die Tiefe sehr gut gesichert“, lobte Thalhammer, der im Spiel gegen den Ball diesmal auf eine 4-3-3-Formation („So konnten wir den Rückraum gut kontrollieren“) setzte. Auch im Ballbesitz gelang es immer wieder, sich spielerisch aus Drucksituationen zu lösen. „Am Ende bleibt stehen, dass wir ein Spitzenspiel verloren haben, aber leistungsmäßig sehr knapp dran sind“, so der LASK-Coach. Das belegten auch die Statements der Bullen: Trainer Jesse Marsch gab an, auf die defensive Stabilität besonderes Augenmerk gelegt zu haben. Sportchef Christoph Freund bemängelte gar in der Pause: „Wir müssen uns zutrauen, mehr Fußball zu spielen.“

LASK fand Balance wieder

Zwölf Punkte weniger als im Vorjahr verbuchten die Athletiker im Grunddurchgang, den man als Dritter abschloss. Das lag vor allem am schwachen Start ins Frühjahr. Speziell gegen Ried und Salzburg zeigte die Leistungskurve aber wieder in die richtige Richtung. In den Matches davor hatte Thalhammer die Balance im Offensivspiel vermisst. „Wir haben viel zu viele Rückpässe gespielt und uns in Situationen gebracht, die nicht notwendig waren.“ In den letzten zwei, drei Spielen habe man die richtige Balance wieder gefunden, Angriffe vorzubereiten, aber auch mit einer guten Vertikalität zu agieren, das Vertrauen zu haben, in der gegnerischen Hälfte zu kombinieren.

Trainingsfrei bis Mittwoch

Bis Mittwoch haben die Nicht-Nationalspieler nun trainingsfrei, danach startet die Vorbereitung für die Meistergruppe, die am 3./4. April beginnt und am 21./22. Mai abgeschlossen wird. In der öffentlichen Zielformulierung gaben sich die Oberösterreicher zurückhaltend. „Wir denken jetzt gar nicht an den Titel“, meinte Thalhammer. Wissend, dass es „klare Zielsetzungen braucht, die wir auch intern geben werden“.

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Von Christoph Gaigg

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