Trotz Stellenabbau Bonusplan für Ryanair-Chef beschlossen

Der irische Billigflieger Ryanair will 500 bis 700 Arbeitsplätze streichen. Die Mitarbeiter sollen entweder für zwölf Monate ohne Bezahlung freigestellt oder gekündigt werden, kündigte Ryanair-Chef Michael O’Leary an. Für ihn selbst wurde auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Dublin trotz des Stellenabbaus aber eine hohe Erfolgsprämie beschlossen.

Das Aktionärstreffen stimmte mit hauchdünner Mehrheit von 50,5 Prozent für ein Bonusprogramm, durch das der Ryanair-Chef über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt rund 100 Millionen Euro zusätzlich kassieren könnte. Voraussetzung ist, dass er die Margen oder den Aktienkurs verdoppelt. In den vergangenen zwei Jahren schrumpfte der Kurs allerdings um die Hälfte. O’Leary führt seit 25 Jahren die Airline. Er hatte im Februar erklärt, für weitere fünf Jahre zur Verfügung zu stehen. Seit 1. September hat Ryanair eine Konzernstruktur eingeführt. Dabei ist O’Leary oberster Chef der Ryanair-Gruppe. Chef der Hauptfluggesellschaft Ryanair DAC ist Eddie Wilson, zuvor Personalchef. Zur Gruppe gehören außerdem Buzz aus Polen, Laudamotion aus Österreich und Malta Air.

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