Trump macht Wahlkampf für Biden

Der US-Präsident vergrault zusehends seine Wählerschaft

Immer mehr Republikaner haben von Donald Trump die Nase voll und unterstützen den Demokraten Joe Biden.
Immer mehr Republikaner haben von Donald Trump die Nase voll und unterstützen den Demokraten Joe Biden. © AFP/Beck

Gut zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump die Angriffe auf seinen Herausforderer Joe Biden und dessen Familie verschärft. „Joe Biden ist und war immer ein korrupter Politiker“, meinte Trump am Samstagabend in Wisconsin. „Die Biden-Familie ist ein kriminelles Unternehmen.“

Im Endspurt des Wahlkampfes versucht Trump verzweifelt, Boden gut zu machen. Kurz nach seiner Corona-Infektion hält er vermehrt Wahlkampfauftritte ab, ungeachtet der Pandemie vor dicht gedrängten Anhängern. Das wissen immer weniger US-Amerikaner zu schätzen, sein Herausforderer Joe Biden liegt in landesweiten Umfragen mit zweistelligen Prozentpunkten voran, auch in mehreren für die Wahl entscheidenden Bundesstaaten liegt der Demokrat in Führung.

Kommentatoren der „New York Times“ riefen die Wähler mit eindringlichen Worten zur Abwahl Trumps auf, der seines Amtes nicht würdig sei. Trumps Bemühungen um seine Wiederwahl stellten „die größte Bedrohung für die amerikanische Demokratie seit dem Zweiten Weltkrieg dar“, schrieb die renommierte Tageszeitung.

In den USA ist erneut ein Aufwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen zu erkennen, am Freitag lagen sie bei fast 70.000. Seit Beginn der Pandemie starben knapp 220.000 Menschen.

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