Tschechin starb bei Bergunfall am Mondsee in Oberösterreich

Eine 25-jährige Tschechin ist am Montag bei einem Bergunfall auf der Drachenwand gestorben. Das berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Mittwoch. Die Bergnotretter im oberösterreichischen Salzkammergut haben derzeit Hochbetrieb, denn weitere Vorfälle ereigneten sich bei Wanderungen in Gosau, Bad Ischl und Bad Goisern.

Die verunglückte Tschechin gehörte einer 18-köpfigen Gruppe an. Diese erklomm über einen Klettersteig den Gipfel der Drachenwand im Bezirk Vöcklabruck. Danach stieg sie über den markierten Wanderweg „Hirschsteig“ ab. Dabei rutschte die 25-Jährige aus und stürzte circa 50 Höhenmeter in den sogenannten Saugraben ab. Mitglieder des Bergrettungsdienstes Mondseeland und die Crew eines Notarzthubschraubers waren wegen eines vorhergehenden Einsatzes schon in der Nähe. Sie waren binnen kürzester Zeit an der Unfallstelle. Reanimationsversuche verliefen aber ergebnislos – der Notarzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Der Polizeihubschraubers Libelle barg die Tote mit einem Tau. Die Gruppe wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Kurz zuvor hatte sich eine 37-jährige Wienerin im Klettersteig am linken Knie verletzt. Weil sie obendrein bereits ziemlich erschöpft war und nicht mehr weiter konnte rief sie mit dem Mobiltelefon ihren Lebensgefährten im Tal an. Dieser setzte einen Notruf ab. Der Notarzthubschrauber barg die Frau mit einem Tau. Sie wurde in das Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck eingeliefert. Bergretter geleiteten ihre 15-jährige Tochter und den gleichaltrigen Sohn des Lebensgefährten, die in ihrer Begleitung waren, ins Tal.

Hilfe brauchten auch deutsche Touristen bei einer Wanderung in Gosau. Sie hatten sich verirrt, Bergretter und ein Polizist führten sie ins Tal. Am schwierigen Klettersteig auf den Donnerkogel in der selben Gemeinde stürzte eine 21-jährige Deutsche in eine Seilsicherung und verletzte sich. Mit Unterstützung von hilfsbereiten Kletterern und Seilbahnbediensteten schaffte sie es bis ins Tal, wo sie mit der Rettung ins Spital Bad Ischl gebracht wurde. Ein 44-Jähriger aus dem Bezirk Eferding stürzte nachdem er den selben Klettersteig bezwungen hatte auf dem Rückweg über den normalen Wanderweg zur Seilbahn und verletzt sich schwer. Nachkommende Bergwanderer halfen dem Mann weiter. Im Tal wurde er von der Bergrettung und einem Arzt erwartet. Auch er wurde in das Krankenhaus Bad Ischl eingeliefert.

Auf der Katrin in Bad Ischl kollabierte eine 66-jährige Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck bei einer Wanderung in der Mittagshitze. Ihre Tochter, eine ausgebildete Rettungssanitäterin, kümmerte sich um ihre Mutter und schlug Alarm. Ein Notarzthubschrauber barg mit Unterstützung von Bergrettung und Alpinpolizei die 66-Jährige Frau und flog sie ebenfalls in das Klinikum Bad Ischl.

In Bad Goisern rutschte eine 61-jährige Frau aus dem Bezirk Linz-Land auf einem Wanderweg auf dem Hohen Sarstein aus und verletzte sich am rechten Sprunggelenk so stark, dass sie nicht mehr selbstständig ins Tal absteigen konnte. Zwölf Bergretter und ein Alpinpolizist transportierten sie ins Tal. Auch sie kam in das Ischler Spital.

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