Meinung

von Manfred Maurer

Tuch vorm Kopf

Kommentar zum Kopftuchverbot.

Wenn die Politik nicht sehenden Auges gegen die verfassungsrechtliche Wand fahren möchte, ist das nachvollziehbar. Nachdem das Höchstgericht das Kopftuchverbot in Volksschulen gekippt hatte, war ein ebensolches Erkenntnis im sehr ähnlich gelagerten Fall in Kindergärten erwartbar.

Warum die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) gegen das Kopftuchverbot für Kinder zu Felde zog, obwohl im Islam — wenn überhaupt — Verhüllungsgebote erst ab der Geschlechtsreife gelten, entbehrt wie vieles im Religiösen jeglicher Logik.

Aber sei’s drum. Das Kopftuchverbot ist passé. Das achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen, wird allerdings dem, was das Kopftuch symbolisiert, nicht gerecht. Des Blickes dafür haben sich viele Politiker jedoch beraubt, indem sie quasi ein Tuch vorm Kopf tragen, welches den Politischen Islam für sie unsichtbar macht.

Dabei wäre es dringend geboten zu sehen: Die Bildung des muslimischen Nachwuchses hierzulande ist ausländischem Einfluss ausgesetzt. Mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet verbundene Bildungsinstitute sind auch in Österreich aktiv.

Milli-Görüs-Strukturen verbreiten islamistische, antisemitische und demokratiefeindliche Ideologien. Das zu unterbinden ist noch wichtiger als der offensichtlich ohnehin aussichtslose Kampf gegen die Symobole dieses Denkens.

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