Türkei setzt auf Tourismus-Neustart

Die Türkei setzt auf ein rasches Wiederhochfahren des für die Wirtschaft des Landes so wichtigen Tourismus und baut dabei auf deutsche Urlauber. Er hoffe, dass die gesamte Zahl der Reisenden heuer trotz der Coronakrise noch etwa die Hälfte der 45 Millionen von 2019 erreiche, sagte Tourismus-Minister Mehmet Ersoy der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Mai war die Zahl der ausländischen Gäste um 99,3 Prozent auf knapp 30.000 eingebrochen, wie sein Ministerium am Montag mitteilte. Seit dem 11. Juni ist das Einreiseverbot etwa für Deutsche aufgehoben. Das deutsche Auswärtige Amt warnt wegen der Viruspandemie allerdings weiter „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei“.

Der türkische Tourismus ist auf Urlauber – und damit auch auf Flüge – aus Russland, Deutschland und Großbritannien angewiesen. Die Urlaubsregion Antalya war am Wochenende fast wie leergefegt und in Hotels wurden kaum ausländische Besucher gesehen. Solche Hotels „können nicht überleben nur mit türkischen Touristen“, betont Ersoy. Die nächsten zehn Tage seien entscheidend, was die Öffnung von Grenzen angehe. „Bis jetzt ist noch unklar, wie der internationale Verkehr starten wird.“

Die Tourismusbranche kommt in der Türkei auf rund 12 Prozent der Wirtschaftskraft. Die Regierung hat zuletzt das Programm „gesunder Tourismus“ angeschoben, um auch mit Hygiene-Tests für Vertrauen bei den Urlaubern zu sorgen.

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