Türkei torpediert nun US-Produkte

Höhere Zölle auf US-Autos und Tabak – Türkische Währung erholte sich leicht

Der Verfall der türkischen Lira macht den Urlaub im Land am Bosporus für ausländische Gäste billiger.
Der Verfall der türkischen Lira macht den Urlaub im Land am Bosporus für ausländische Gäste billiger. © AFP/Akgul

Nach neuen Strafzöllen der USA hat die Türkei nun ihrerseits Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten verhängt. Eine Mittwochfrüh im Staatsanzeiger veröffentlichte Liste wies 22 zusätzliche Zölle aus. Demnach stiegen etwa die Einführungsgebühren für US-Autos (auf 120 Prozent), alkoholische Getränke (auf 140 Prozent), für kosmetische Produkte, Tabak (auf 60 Prozent), Papier und Reis (auf 50 Prozent) aus den Vereinigten Staaten. Der stellvertretende Präsident, Fuat Oktay, twitterte, die Türkei habe dem Prinzip der Gegenseitigkeit folgend nach den „bewussten Angriffen der US-Regierung Steuern auf einige Produkte aus den USA“ erhoben.

Währenddessen geht die türkische Lira auf Erholungskurs: Der Dollar verbilligte sich um sieben Prozent auf 5,89 Lira. Zu Wochenbeginn hatte der Greenback noch ein Rekordhoch von 7,24 Lira verbucht. Dennoch schränkte die türkische Finanzaufsicht die Devisen-Tauschgeschäfte heimischer Kreditinstitute mit ausländischen Investoren weiter ein. Diese Devisen- Swaps dürfen künftig nur noch 25 Prozent des Eigenkapitals einer Bank ausmachen. Der türkischen Bankenbranche sollten die Turbulenzen nichts ausmachen, ist sich Hakan Binbasgil, Chef der türkischen Akbank sicher. Diese sei stark und liquide.