Türkei will weiter vor Zypern bohren

Außenminister zeigt sich von EU-Sanktionen unbeeindruckt

Auch dieses türkische Bohrschiff soll derzeit vor der Küste Zyperns aktiv sein.
Auch dieses türkische Bohrschiff soll derzeit vor der Küste Zyperns aktiv sein. © AFP/Kilic

Völlig unbeeindruckt zeigt man sich in der Türkei von den EU-Sanktionen infolge der Erdgas-Bohrungen vor der Küste Zyperns. Dies müsse man nicht sonderlich ernst nehmen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu gestern.

Seinen Angaben zufolge sind bereits drei türkische Schiffe zur Erkundung vor der Küsten Zyperns, ein viertes soll bald folgen. Das EU-Mitglied Zypern sieht in den türkischen Erkundungen vor der Küste der geteilten Mittelmeerinsel einen Verstoß gegen internationales Recht.

Hintergrund ist der Streit um die Teilung der Insel und damit der Bevölkerung in griechische und türkische Zyprioten. Auch die EU wertet die Bohrungen als illegal und hat zuletzt wie berichtet etwa beschlossen, EU-Gelder für die Türkei zu kürzen.

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