U21-Team verpasst nach 2:3 gegen Finnland die EM

Österreichs U21-Nationalelf hat die Teilnahme an der EM-Endrunde verpasst. Im Heimspiel gegen Finnland unterlag die Elf von Trainer Werner Gregoritsch am Freitagabend in Ried trotz zweifacher Führung mit 2:3 (1:0). Die Möglichkeit auf das Ticket für die EM 2023 in Rumänien und Georgien wäre nur bei einem Sieg und entsprechenden Resultaten der Konkurrenten aufrecht gewesen. Die Österreicher beendeten die Qualifikation damit mit fünf Siegen bei vier Niederlagen aus zehn Runden.

Romano Schmid (5./Foul-Elfmeter) und Junior Adamu (76.) ließen die Heimischen mit ihren jeweils siebenten Treffern in der Quali-Kampagne hoffen. Die Finnen drehten die Partie aber durch Tore von Daniel Hakans (67.), Naatan Skyttä (83.) und Julius Tauriainen (89./Hand-Elfmeter). Österreich fiel hinter Norwegen (3:2 gegen Tabellenführer Kroatien) und die Finnen noch auf Platz vier zurück. Nur die Sieger und der beste Zweite der neun Gruppen sind fix bei der EM. Die weiteren Gruppenzweite bestreiten ein Play-off um die Teilnahme.

Schmid sparte nach dem Spiel nicht mit Kritik an der eigenen Leistung. „Es ist extrem enttäuschend für uns alle. Wir haben uns viel vorgenommen und das Spiel beginnt überragend für uns. Wir bekommen aber zu leicht Tore, die ganze Quali schon“, meinte der Profi von Werder Bremen in ORF-Interview. „Bei allem Respekt – aber von jedem Team, das zwei, drei gute Kicker drin hat, bekommen wir zwei, drei Tore. Wir belohnen uns nicht für unseren Aufwand“, betonte Schmid.

Auf dem Weg zum „Muss-Sieg“ war es für die ohne den nicht gänzlich fitten Matthias Braunöder angetretenen Österreicher nach nur wenigen Minuten eigentlich angerichtet. Nach nur dreieinhalb Minuten traf Schmids Hereingabe den Finnen Ville Koski am Ellenbogen, der schwedische Referee entschied auf Strafstoß. Schmid trat an und verwertete souverän. Österreich benötigte damit nur noch ein Tor, um Finnland im direkten Duell hinter sich zu wissen. Doch die Nordländer zeigten sich unbeeindruckt.

Finnland hatte bis zur Pause die deutlich besseren Möglichkeiten auf den Ausgleich. Niklas Hedl im Tor drehte beispielsweise einen Schuss über die Latte (26.) und musste im Finish der ersten Halbzeit noch einmal rettend eingreifen.

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Schmid und Co. kamen dann besser aus der Kabine. Alexander Prass war nur 15 Sekunden nach Wiederanpfiff dem 2:0 nahe, Adamus Schuss parierte der finnische Keeper. Auf der Gegenseite war die Abwehr bei einem schnellen Gegenstoß nicht zum ersten Mal entblößt. Hakans ließ Kapitän Flavius Daniliuc stehen und schloss zum Ausgleich ab. Noch einmal flackerte Hoffnung auf, als Adamu eine Flanke des eingewechselten Jonas Auer per Kopf ins Tor wuchtete. Das Finish einer mitunter überhart geführten Partie gehörte jedoch den Gästen: Skyttä köpfelte den Ausgleich, nachdem die Rot-Weiß-Roten bei einem Konter erneut schlecht ausgesehen hatten, dann blockte Lukas Sulzbacher einen Schuss mit dem Arm. Tauriainen verwertete den harten Hand-Elfer sicher.

Gregoritsch beklagte nach dem Spiel die vielen Umstellungen im Verlauf der Qualifikation. „Wir haben es nicht geschafft, ein Team zu formen. Immer wieder haben wir den Kader umbauen müssen. Den Finnen ist es gelungen, die ganze Quali mit der gleichen Defensive zu spielen.“ Es gelte nun, mit einem neuen Jahrgang im Herbst wieder anzugreifen, hielt der Trainer fest.

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