Uffizien-Direktor Schmidt freut sich auf Wechsel ans KHM

Uffizien-Direktor Eike Schmidt freut sich auf seinen Wechsel ans Kunsthistorische Museum (KHM) in Wien. Am 1. November 2019 tritt der gebürtige Freiburger mit einem fünfjährigen Vertrag die Nachfolge von Sabine Haag als KHM-Generaldirektor an. Schmidt ist nicht der erste Museumsdirektor, der von den Uffizien nach Wien geht.

“Ich freue mich auf den Wechsel, ich bin schon jetzt mit den Kollegen in Wien, hauptsächlich telefonisch, in Verbindung. Zwischen den Uffizien und den Kaiserlichen Museen gab es immer schon enge Verbindungen. Mehrere Florentiner Werke sind im KHM ausgestellt”, sagte Schmidt im Gespräch mit der APA.

“Schon 1775 war der damalige Leiter der Numismatischen Sammlung der Uffizien nach Wien gezogen. Dort rückte er zum Direktor der Numismatischen Sammlung des Kaiserhauses auf”, erklärte der 50-jährige Schmidt.

In Wien will der Kulturmanager das “ausgezeichnete Ausstellungsprogramm” des KHM weiterentwickeln und die digitale Innovation vorantreiben. “Es geht darum, die digitale Präsenz des Museums auszubauen und dabei die Kanäle der Sozialnetzwerken miteinbeziehen, wie wir es in Florenz in den vergangenen Jahren getan haben”, meinte Schmidt.

Nach seinem Wechsel nach Wien wird Schmidt weiterhin Kontakte zu Florenz pflegen, wo er seit November 2015 die Uffizien leitet. Familienangehörige seiner aus Mantua stammenden Frau leben in Florenz. “Wien und Florenz sind mit einem einstündigen Flug erreichbar. Ich kenne Wiener Unternehmer, die ein Haus in der Toskana besitzen, und viele Italiener, die in Wien arbeiten. Die Distanzen haben sich im 21 Jahrhundert drastisch verkürzt. Österreich und Italien sind Nachbargebiete”, so Schmidt.

Bis zu seinem Wechsel nach Wien hat der Uffizien-Direktor noch alle Hände voll zu tun. “Hier in Florenz gefällt es mir wunderbar, und ich werde jeden Tag bis Oktober 2019 genießen”, sagte Schmidt, der am Dienstag die Ausstellung “Zerbrechliche Schätze der Prinzen: Die Wege des Porzellans zwischen Wien und Florenz” im Palazzo Pitti in Florenz eingeweiht hat.

Schmidt ist auch viel mit den Feierlichkeiten anlässlich des 500. Todestags des toskanischen Renaissance-Genies Leonardo da Vinci (1452-1519) beschäftigt. Eine große Ausstellung zu Ehren des “Codex Leicester”, eines der bedeutendsten Manuskripte von der Hand Leonardos, wurde Ende Oktober eingeweiht und wird bis zum 20. Jänner 2019 in Florenz zu sehen sein.