Ukraine war im Vorjahr weltweit fünftgrößter Weizenexporteur

Die russische Seeblockade behindert die Ukraine-Weizenexporte massiv. © APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER

Die Ukraine ist 2021 mit 19,4 Mio. Tonnen weltweit der fünftgrößte Weizenexporteur gewesen. Die Weizenexporte des Landes sind seit Kriegsbeginn Ende Februar wegen der russischen Seeblockade aber stark eingeschränkt und können nur per Bahn und Lkw außer Landes gebracht werden. Die größten Weizen-Exporteure waren im abgelaufenen Jahr Russland (27,4 Mio. Tonnen), Australien (26,2 Mio.), USA (24 Mio.) und Kanada (21,5 Mio.), zeigen Daten des International Trade Centre (ITC).

In Häfen in der Ukraine liegen wegen des Krieges Schätzungen zufolge etwa 20 Mio. Tonnen Getreide fest. Hauptabnehmer sind normalerweise Staaten des Nahen Ostens und nördlichen Afrikas. Der Direktor der ukrainischen Getreidehändler, Serhij Iwaschchenko, sagte kürzlich, die Türkei könne die Sicherheit der Transporte nicht garantieren. Er forderte neben der türkischen auch das Eingreifen der rumänischen Marine. Zudem würde es zwei bis drei Monate dauern, die Häfen in der Ukraine zu entminen. Vor allem wichtig ist dabei der größte Hafen des Landes in Odessa.

Nach ukrainischen Angaben sind die Getreide-Silos im von der Regierung kontrollierten Gebiet derzeit in etwa halb gefüllt. Es befänden sich rund 30 Millionen Tonnen in den Silos mit einer Kapazität von 55 Millionen Tonnen, erklärte der Getreide-Verband des Landes.

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