Ulla Mothes: Geteilte Träume

Die Welt ist nicht mehr die, die sie noch vor Kurzem für Ingke war. 1992, die DDR ist Geschichte, viele wollen alles vergessen, was damit zusammenhängt.

Und Ingke steht kurz vor ihrem Abitur und muss nicht nur mit einer zu Ende gehenden Ära und einer kranken Mutter zurecht kommen, sie erfährt auch, dass sie als kleines Kind adoptiert wurde und, dass all diese Dinge im Zusammenhang stehen.

Die Autorin Ulla Mothes wuchs in der DDR auf, stellte in jungen Jahren einen Ausreiseantrage, weil sie nicht in einem Land leben wollte, in dem ihr Kind nicht sagen konnte, was es dachte.

Das Leben wurde ihr schwer gemacht, 1986 reiste sie in den Westen. Mit „Geteilte Träume“ schuf sie nicht nur ein Buch über die Geschichte eines vergangenes Landes, sondern auch über Lebensträume, Abgründe und familiäre Bindungen, die weit über Blutsverwandtschaft hinausgehen.

In Mothes Worten schwingen Respekt für die Menschen mit, die sich ihr Leben in der DDR eingerichtet haben müssen. Ingke ist eine junge Frau, die erkennen wird, dass die Wege, sein Leben zu meistern, unterschiedlich sind, viele Entscheidungen und Opfer verlangen und dass auch nicht alle Versuche, ein ordentliches Dasein zu führen, erfolgreich sind. „Geteilte Träume“ ist ein Stück Zeit- und Familiengeschichte.

Ulla Mothes: Geteilte Träume. Eine deutsche Familiengeschichte. Bastei Lübbe, 448 Seiten, € 15,40

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