Umfahrung Rainbach würde pro Jahr Verzögerung um 3,5 Mio. Euro teurer

Am Dienstag startet die UVP für das 7,2 Kilometer lange Teilstück der S10 — Bürgermeister, Asfinag hoffen auf positiven Bescheid

Ab Dienstag bis inklusive Donnerstag wird sich entscheiden, wie und wann die Umfahrung Rainbach als Teilstück der S10 Mühlviertler Schnellstraße weiter gebaut wird. Während die Asfinag und der Bürgermeister von Rainbach, Günter Lorenz, auf einen Baubeginn im Jahr 2023 hoffen, strebt die im Gemeinderat vertretene Bürgerbewegung für Rainbach (BBfR) Verbesserungen beim Lärm- und Naturschutz an.

Folgt die Behörde der Ansicht des von der BBfR engagierten Wiener Rechtsanwalts Wolfgang List, wonach die Trasse aus naturschutzrechtlicher Sicht nicht genehmigungsfähig ist, droht eine jahrelange Verzögerung des 223 Millionen Euro teuren Projektes.

Wie berichtet bedroht die geplante Schnellstraße Fledermäuse und Schmetterlinge. Auch die durch eventuelle Verzögerungen entstehenden Mehrkosten sind mit rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr erheblich.

Projekt solide vorbereitet

Asfinag-Projektleiter Leopold zeigt sich im VOLKSBLATT-Gespräch für einen positiven UVP-Bescheid dennoch zuversichtlich. „Wir haben das Projekt solide vorbereitet. Ich wüsste nicht, was aus naturschutzrechtlicher Sicht gegen die Trasse sprechen sollte“, geht Lechner von einer Verkehrsfreigabe des 7,2 Kilometer langen Straßenstücke im Jahr 2027 aus.

„Es wird immer vom Schutz der Fauna und Flora gesprochen, aber wer schützt die Menschen?“, kritisiert der Rainbacher Bürgermeister Günter Lorenz die überbordende Bürokratie.

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„Ich sehe den Gesetzgeber gefordert, die Verfahrensabläufe zu beschleunigen. Es fehlt den Menschen jedes Verständnis, wenn Projekte, begleitet von Sachverständigen, jahrelang ausgearbeitet, immer wieder beeinsprucht werden.“

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