Umfassende Retrospektive auf Künstlerin Kiki Smith in Paris

Ein Körper, der mit roten Flecken überzogen ist; schlafende Frauen mit Schafen und Kometen: Mit über 60 Skulpturen, Tapisserien und Papierarbeiten widmet Paris der in Nürnberg geborenen amerikanischen Künstlerin Kiki Smith eine umfassende Retrospektive in Frankreich. Die Ausstellung im Museum “Le 11 Conti – Monnaie de Paris” gegenüber dem Louvre deckt ein mehr als 30-jähriges Schaffen ab.

Deutlich werden dabei die Themen der menschlichen Existenz wie Sexualität, Geburt und Tod, mit denen sich die Künstlerin beschäftigt. “Bis zum 40. Lebensjahr waren für mich Fragen wichtig, die meinen Körper und mich als Frau betrafen”, erklärte Smith, die am 18. Jänner 1954 als Tochter des Bildhauers Tony Smith geboren wurde. Themen, die sie verstärkt nach dem Tod ihres Vaters und ihrer an Aids gestorbenen Schwester aufgriff. Aus diesen Realitäten heraus schuf sie kränklich wirkende, gekrümmte und mit roten Flecken übersäte Figuren.

Mit zunehmendem Alter hat Smith angefangen, ihr Repertoire um die Beziehung des Menschen zur Natur und zur Mythologie zu erweitern. “Ich habe Abstand zu den Dingen gewonnen, die mich früher umgetrieben haben, und blicke mehr auf die Außenwelt”, sagte die 65-Jährige in Paris. Zu ihren jüngsten Arbeiten in Paris gehört “Sungrazer VII, VIII, IX”. Die drei Bronzeskulpturen stellen fliegende Kometen dar. Das Motiv begründete Smith so: Sie lebe mit einem Körper, der langsam dahinschwinde. Die Ausstellung dauert bis zum 9. Februar.

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