UN-Generalsekretär: „Wir brauchen eine bessere Welt!“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnt globale Solidarität ein

Auf WHO-Generaldirektor T. A. Ghebreyesus (links) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres kommt in den nächsten Monaten noch viel Arbeit zu.
Auf WHO-Generaldirektor T. A. Ghebreyesus (links) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres kommt in den nächsten Monaten noch viel Arbeit zu. © AFP/Di Nolfi

Antonio Guterres ist kein Mann vorschneller und leerer Worte. Der UN-Generalsekretär meldete sich nun zur Corona-Krise ungewohnt deutlich zu Wort.

„Dies ist der Moment der Wahrheit. Hunderttausende Menschen sind schwer krank, die Weltwirtschaft ist im Sturzflug, schlimmer noch, als 2008. Wir müssen alle gemeinsam entschlossen reagieren, wir brauchen Antworten, die dem enormen Ausmaß der Krise entsprechen. Globale Antworten, in denen Staaten einander beistehen.“

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Guterres forderte ferner die Welt zum Handeln auf, nur gemeinsam werde es gelingen, das Coronavirus und insbesondere die Folgen der Krise zu überwinden.

Globale Hilfe

Alle Nationen müssten Maßnahmen setzen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Medizinische Ausrüstung, geschultes Personal, Hilfsmittel oder später einmal Impfungen müssten weltweit zur Verfügung stehen. Hier seien im Besonderen die wohlhabenden G20-Nationen gefordert, den Entwicklungsländern beizustehen. Der afrikanische Kontinent werde hierbei die größte Herausforderung, schätzte Guterres.

Der gemeinsame Kampf müsse nach der Krise weitergehen. Die schwerwiegenden ökosozialen Konsequenzen der Pandemie abzumildern, werde globale Anstrengungen erfordern. Guterres rechnete mit einer Summe von etwa zehn Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes, um die verheerenden Auswirkungen für alle erträglicher zu machen.

Die Überwindung der Krise müsse zu einer veränderten Weltwirtschaft führen. „Wir brauchen ein nachhaltigeres Wirtschaften. Wir brauchen eine bessere Welt. Aber jetzt brauchen wir Solidarität.“

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