Die unglaubliche Saison von Marcel Hirscher in Zahlen

Den Rekord an Weltcup-Saisonsiegen muss er sich teilen, zählt man Großereignisse dazu, führt Hirscher aber das Ranking alleine ein

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Marcel Hirschers beeindruckende Saison im Rückspiegel.
Marcel Hirschers beeindruckende Saison im Rückspiegel. © AFP/Nackstrand

Von Roland Korntner

Den Plänen, in die Speed-Disziplinen zu wechseln, erteilte Marcel Hirscher am Montag eine Absage. Fix ist auch, dass sich der Salzburger ab Donnerstag eine Auszeit gönnt. Und zwar im Sinne von Aktivurlaub mit zehntägigem Heli-Skiing in Kanada. „Danach hoffe ich auf warmes Wetter und viel Sonne, damit ich meine Badehose auspacken kann.“ Wir nutzen die Gelegenheit, die unglaubliche Saison Hirschers in Zahlen noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

0 Ausfälle musste Hirscher im Weltcup hinnehmen, der einzige passierte im Olympia-Slalom.

2 Olympische Goldmedaillen staubte der Salzburger bei den Winterspielen in Pyeongchang in Kombination und RTL ab.

3 Weltcup-Wertungen (Gesamt, RTL, Slalom) gewann der 29-Jährige.

5 Mal hat er die kleine Kristallkugel nun in RTL sowie Slalom gewonnen.

7 Gesamtweltcupsiege sind im Ski-Rennsport eine unerreichte Marke.

13 Saisonsiege im Weltcup, damit stellte Hirscher den Rekord von Ingemar Stenmark (1978/79) und Hermann Maier (2000/01) ein. Beide holten in ihrer jeweils erfolgreichsten Saison aber keinen WM-Titel oder Olympiasieg. Zählt man die Goldmedaillen von Südkorea dazu, schaffte Hirscher sogar 15 Triumphe.

16 Stockerlplätze fuhr der Österreicher im Winter 2017/18 ein, zu 13 Siegen kamen noch ein zweiter Platz und zwei dritte Ränge.

17 Weltcupkugeln hat Hirscher nun insgesamt in seiner Trophäensammlung, auf Ingemar Stenmark fehlt ihm nur noch eine.

20 Rennen im Weltcup hat der Ski-Superstar bestritten, der 17. Platz in Levi bei seinem Comeback war die schlechteste Platzierung, die zweitschlechteste der zehnte Super-G-Rang in Aare.

27 Slaloms endeten mit einem Triumph des Österreichers, vor ihm liegen noch Ingemar Stenmark (SWE/40) und Alberto Tomba (ITA/35).

28 Riesentorläufe hat Hirscher als Nummer zwei nun gewonnen, auf Stenmark fehlen immerhin noch 18 Siege.

29 Jahre jung wurde er am 2. März.

58 Siege im Weltcup stehen nun zu Buche, damit ist der Österreicher die Nummer zwei im ewigen Herren-Ranking hinter Ingemar Stenmark (86).

81 Punkte lautet der unfassbare Schnitt, den Hirscher heuer pro Rennen gemacht hat. Zur Erinnerung: 100 bekommt man für den Sieg, 80 für einen zweiten Platz.

123 Podiumsplätze hat der Annaberger bisher im Weltcup erzielt.

223 Rennen hat er bisher (ohne WM- und Olympia-Starts) bestritten.

335 Punkte beträgt der Vorsprung im Gesamtweltcup auf Henrik Kristoffersen, sein persönlicher Rekord liegt sogar bei 675 (2016/17).

669.681 Schweizer Franken, umgerechnet 572.279 Euro, hat Hirscher heuer an Preisgeld gewonnen.

1,848 Millionen TV-Zuschauer beim Slalom-Sieg Hirschers in Schladming waren die Top-Ski-Quote dieser Saison für den ORF.

Absage für Speed-Pläne

Hirschers Zukunft wirft indes derzeit viele Fragen auf. Eine davon hat der 29-Jährige nun beantwortet: Von den Technik- auf die schnellen Disziplinen umzusatteln, ist kein Thema!

„Um in Abfahrt und Super-G Erfolg zu haben, braucht es eine Menge Zeit und Erfahrung und die habe ich nicht“, schrieb Hirscher in seiner Saisonbilanz auf www.redbull.com. „Mich an diese beiden Disziplinen, die eigentlich ja komplett andere Sportarten im Vergleich zum Slalom und Riesentorlauf sind, heran zu tasten, würde mit Sicherheit ein, zwei Jahre dauern. (…) Ich will mich dieser Aufgabe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr stellen.“ In Sachen Fortsetzung der Karriere meinte er: „Es geht mir gar nicht darum, neue Ziele und Herausforderungen zu suchen, die Freude am Skifahren reicht mir und wenn die da ist, dann steht einer weiteren Saison nichts im Wege.“