Unsterblich dank einer Hymne

Am 18. September jährt sich der Todestag von Jimi Hendrix zum 50. Mal

12 Tage vor seinem Tod trat Jimi Hendrix bei einem Festival auf der Ostsee-Insel Fehmarn das letzte Mal auf.Seattle gedenkt seinem großen Sohn u. a. mit einer Statue.
12 Tage vor seinem Tod trat Jimi Hendrix bei einem Festival auf der Ostsee-Insel Fehmarn das letzte Mal auf.Seattle gedenkt seinem großen Sohn u. a. mit einer Statue. © APA/dpa/Klar Kral

„Als ich 1967 zum ersten Mal ,Purple Haze´ gehört habe, ist mir die Musik von Jimi Hendrix sofort ins Hirn gekracht. Er war der erste unglaublich gute Gitarrist mit einem starken Zug zur Show. So spielte Hendrix auch mit den Zähnen oder der Zunge und trat stets im Hippie-Outfit auf“, erinnert sich Peter Guschelbauer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Der heute 67-jährige Musiker, Veranstalter und Unternehmer gründete daraufhin mit seinem Schulfreund Chris Haller eine Band, die in unterschiedlicher Besetzung nach wie vor ihrem großen musikalischem Vorbild huldigt.

Mitglied im „Club 27“

Am 18. September jährt sich der Todestag des „Gitarrengotts“ zum bereits 50. Mal. Nach lediglich vier Jahren im internationalen Rampenlicht, die geprägt waren von zahlreichen Auftritten, Liebschaften und Drogenexzessen, erstickte Jimi Hendrix in seinem Londoner Hotelzimmer im Alter von 27 Jahren nach dem Konsum von Alkohol und Schlaftabletten an seinem Erbrochenen. Ein Schicksal, das er mit den genialen Musikern Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain („Club 27“) teilt. Ihrem frühen Ableben ist bekanntlich das Sprichwort „Lebe schnell, liebe heftig, stirb früh“ gewidmet.

Der am 27. November 1942 in der US-Westküstenstadt Seattle geborene Musiker revolutionierte die Rockgitarre wie kein Zweiter, weshalb ihn die meisten Ranglisten auf Platz eins führen. Die Karriere des begnadeten Linkshänders begann 1958, als ihm sein Vater die erste Gitarre kaufte. Jimi lernte schnell die wichtigsten Griffe und trat anschließend in den Clubs der Umgebung auf. Weil er immer nur seine Gitarre im Kopf hatte, flog er zunächst von der Highschool und anschließend aus der US-Army – und wurde Profi-Musiker. So arbeitete er als Studio-Gitarrist bei Ike und Tina Turner oder Little Richard.

Durchbruch in London

Zum Star wurde Jimi Hendrix 1966, als ihn „Animals“-Bassist Chris Chandler überzeugte, mit ihm nach London zu kommen. Gemeinsam mit Schlagzeuger Mitch Mitchell und dem Bassisten Noel Redding gründete er die Band „Jimi Hendrix Experience“. Die Show des „Gitarrengotts“ wurde rasch zur Sensation und er zu einem schwarzen Star mit fast ausschließlich weißem Publikum – darunter auch weltbekannte Musiker wie Paul McCartney, Pete Townshend oder Eric Clapton.

Die erste Single der Band, „Hey Joe“, belegte Platz sechs der britischen Charts. Bis zu ihrer Auflösung drei Jahre später veröffentlichten Hendrix und seine Kollegen drei Alben mit Titeln wie „Purple Haze“, „Little Wing“ oder „Vodoo Chile“. Das letzte Album „Electric Ladyland“ schaffte es sogar auf den ersten Platz der amerikanischen Billboard-Charts.

Unsterblich wurde Jimi Hendrix mit seiner Rock-Version der amerikanischen Nationalhymne „The Star Spangled Banner“ 1969 beim legendären Woodstock-Festival. Neben den bekannten Motiven der Hymne imitierte er mit der Gitarre Maschinengewehre, Bombeneinschläge und Militärflugzeuge — seine Art des Protests gegen den Vietnamkrieg. Zum Mythos trug auch bei, dass er 1967 beim Monterey Pop-Festival seine handbemalte Fender Stratocaster auf der Bühne mit Feuerzeugbenzin anzündete und danach zerschlug — die Massen waren von der Leidenschaft des jungen Amerikaners begeistert. Diese Zeremonie folgte dann bei vielen weiteren Konzerten.

Peter Guschlbauer und Chris Haller sind rund um den 50. Todestag ihres Idols mit ihrer „Still Experienced-Band“ drei Mal zu hören: Am 16. September im Amsec-Gebäude in Hagenberg, am darauffolgenden Tag im „Jazz it“ in Salzburg und einen Tag später schließlich im „Porgy und Bess“ in Wien.

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