Unverbesserlicher Hochstapler betrog gleich drei Partnerinnen

47-Jähriger soll auch Haftfreigänge für Betrügereien genutzt haben

Viel Phantasie, mangelndes Unrechtsbewusstsein und Erfolg bei Frauen: Diese drei Faktoren nutzte ein vorbestrafter Mann aus dem Bezirk Perg für illegale Machenschaften, die ihm auch schon in der Vergangenheit Konflikte mit der Justiz eingebracht hatten, die auch in einer Haftstrafe mündeten.

Bessernd dürfte sich diese jedoch nicht ausgewirkt haben. Noch in Haft sitzend, nutzte der 47-Jährige Freigänge, um weitere Betrugshandlungen zum Nachteil seiner Lebensgefährtinnen (davon gab es gleich drei) oder mehrerer Firmen zu setzen.

Offenbar verstand er es ausgezeichnet, sich selbst in ein gutes Licht zu setzen. Obwohl zumeist annähernd mittellos, gab er vor, ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein, welcher Motorradgeschäfte in Tulln und auf Mallorca besitzen würde.

Als „Modedesigner“ ausgegeben

Weiters gab er an, eine Finca auf Mallorca zu besitzen, Campingplätze in Ungarn zu erben, große Hallen in Texas zu bauen, Modedesigner zu sein und für die Labels verschiedener prominenter Personen zu arbeiten und deswegen geschäftlich viel unterwegs zu sein und vieles mehr.

Dadurch schaffte er es, seine Lebensgefährtinnen dazu zu bringen, seinen Lebensunterhalt (Lebensmittel, Handyverträge, Bekleidung, etc.) beinahe zur Gänze zu finanzieren. Letztendlich entstand durch die Betrugshandlungen ein Gesamtschaden in der Höhe von zumindest 104.500 Euro.

In einer und von einem Opfer finanzierten Garage, hatte der Mann außerdem diverse betrügerisch herausgelockte Objekte im Wert von mehr als 50.000 Euro gelagert, die von der Polizei sichergestellt wurden. Gegen eine der Frauen wurde der Mann auch mehrmals gewalttätig. Außerdem soll er sie und ihren Sohn auch bedroht haben, nachdem ihm die Frau auf die Schliche gekommen war.

Der 47-Jährige befindet sich nun wieder in der Justizanstalt Linz.

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