Unwetter fordert Einsatzkräfte in der Steiermark und NÖ

Eine Kaltfront mit Unwettern und Windböen hat in der Nacht auf Sonntag in den obersteirischen Bezirken Liezen und Bruck/Mürzzuschlag für einige Schäden und Stromausfälle gesorgt. Zu Unwettereinsätzen rückten auch Feuerwehren in und um Waidhofen a.d. Thaya und in den Bezirken Baden und Mödling in Niederösterreich aus.

Rund 30 Freiwillige Feuerwehren und Straßenmeistereien mit über 300 Mann standen in der Obersteiermark im Einsatz, um abgedeckte Dächer zu sichern und umgestürzte Bäume von Straßen zu entfernen, wie der Bezirksfeuerwehrverband Liezen mitteilte.

Teils orkanartige Windspitzen knickten laut einem Feuerwehrsprecher “die Bäume wie Zündhölzer”. Straßen wurden verlegt, etwa in Mitterberg bei Gröbming im Bezirk Liezen, auch Pkw wurden von Baumstämmen getroffen und beschädigt. In Aigen/Ennstal und Öblarn wurden teilweise Hausdächer abgedeckt. Bäche traten wegen der heftigen Niederschläge über die Ufer, die Einsatzkräfte hatten Verklausungen zu beseitigen. In der Gemeinde Grundlsee war es am frühen Abend wegen des Sturms selbst für die örtliche Wehr zu gefährlich, um auszurücken. Die Einsatzkräfte mussten abwarten, bis die Windspitzen zurückgingen.

In Aigen/Ennstal stürzten Trümmer eines Dachs auf eine Stromleitung und unterbrachen diese. Schäden waren von Gröbming ostwärts bis ins Gesäuse und sogar bis in den Raum Wildalpen zu verzeichnen. Wegen auf Leitungen gestürzte Bäume hatten Entstörtrupps die örtlich teils unterbrochene Stromversorgung bis in die Morgenstunden wieder herzustellen.

Unwettereinsätze gab es auch in und um Waidhofen a. d. Thaya, fünf Feuerwehren mit 71 Mitgliedern rückten aus. Über die Region im Waldviertel waren laut dem Bezirkskommando heftige Sturmböen gezogen. Sie waren mit stellenweise kräftigen Regenschauern verbunden.

In der Bezirksstadt selbst wurden an mehreren Straßenstellen die Kanaldeckel herausgedrückt und mussten gesichert werden. Auch zwei Keller standen unter Wasser. Auf der B5 kam es zu einer kleineren Vermurung. Im Ortsteil Matzles von Waidhofen a.d. Thaya rissen die Wassermassen Schlamm und Geröll von Feldern mit und verunreinigten einige Hauszufahrten sowie die Ortsdurchfahrt.

In Thaya drohte einem Anwesen die Überflutung. Auch in Wienings (Stadtgemeinde Groß-Siegharts) konnte die Kanalisation die Wassermassen kurzzeitig nicht mehr fassen. Im Laufe des Abends rückte die Feuerwehr in den Kollmitzgraben in der Gemeinde Ludweis-Aigen aus. Dort mussten Schlamm und Geröllmassen von den Verkehrswegen beseitigt werden.

Unwettereinsätze am Samstag und Sonntag sind auch aus den Bezirken Baden und Mödling gemeldet worden. Laut Feuerwehr gab es Blitz- und Steinschlag sowie Wasserschäden. Die Helfer mussten mehrmals ausrücken.

Das Bezirkskommando Baden berichtete von Einsätzen in Enzesfeld (Blitzeinschlag in einen Baukran auf einer Baustelle), Hochstraß in der Gemeinde Klausen-Leopoldsdorf (Wassereintritt in einem Gebäude) und Bad Vöslau, wo Sturmböen eine Baustellenabsicherung erfasst hatten.

Zu einer gefährlichen Situation kam es den Einsatzkräften zufolge im Helenental auf der B210 kurz vor Sattelbach in der Gemeinde Heiligenkreuz. Einige größere Steine bzw. Felsbrocken hatten sich aus einem Steilhang gelöst und waren herabgestürzt. Selbst ein neuer Steinschlagschutz wurde durchbrochen. Ein Felsbrocken landete auf der Fahrbahn der B210. Das Hindernis wurde von der FF Heiligenkreuz mit einem Ladekran geborgen.

In Maria Raisenmarkt in der Gemeinde Alland musste Steine und ein umgestürzter Baum von der Straße Richtung Schwarzensee geräumt werden. In der Vöslauer-Hütte gab es während des Gewitters einen Stromausfall. Die FF Gainfarn übernahm die Notstromversorgung. Weitere Einsätze meldete die Feuerwehr in Traiskirchen und Klausen-Leopoldsdorf.

Im Bezirk Mödling musste die FF Maria Enzersdorf ausrücken. Die Helfer sicherten u.a. ein Baustellengitter und entfernten einen umgestürzten Baum.

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