Unwetter in NÖ: Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Ein Unwetter hat am Donnerstagabend im Raum Hollabrunn den Einsatz von rund 650 Mitgliedern von insgesamt 50 Feuerwehren gefordert. Tennisballgroße Hagelkörner beschädigten Dutzende Dächer und Autos zum Teil stark. Man spreche von „Weltuntergangsstimmung“, sagte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich der APA. Im Laufe des Abends wurde Schrattenberg bei Poysdorf (Bezirk Mistelbach) von Ausläufern einer mächtigen Gewitterzelle in Tschechien getroffen.

In der mehr als 800 Einwohner zählenden Grenzgemeinde wurden laut Resperger etwa die Hälfte aller Hausdächer abgedeckt. Hagel sei ebenso wie massiver Regen niedergegangen. Objekte wurden unter Wasser gesetzt. Helfer würden von einem „Bild der Verwüstung“ sprechen, so Resperger. Der Landesfeuerwehrverband war in den Abendstunden mit Planen aus Tulln auf dem Weg ins nördliche Weinviertel. Beschädigte Häuser in Schrattenberg sollten provisorisch geschützt werden.

In Tschechien wurden laut der Nachrichtenagentur CTK die Ortschaften Hrusky and Moravska Nova Ves mutmaßlich von einem Tornado getroffen. Viele Objekte seien zerstört worden. Hruskys Vizebürgermeister Marek Babisz habe vom halben Dorf gesprochen.

Andreas Zenker vom Roten Kreuz Niederösterreich berichtete von grenzüberschreitender Hilfe. 13 Autos, darunter ein Notarzteinsatzfahrzeug, seien ins tschechische Grenzgebiet entsandt worden.

Im Bezirk Hollabrunn hatte der Sturm nicht nur Bäume geknickt, sondern auch Telefon- und Stromleitungen, schilderte Resperger. Hinzu kam starker Regen, mehrere Keller und Unterführungen wurden überflutet.

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Ebenfalls von Unwettern geplagt wurde am Donnerstagabend der Bezirk Zwettl. Hier standen dem Sprecher zufolge zehn Feuerwehren im Einsatz. Schwere Hagelkörner wurden u.a. in der Nähe der Bezirksstadt registriert.

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