Urlaub in OÖ – „Es ist fast wie nach Hause kommen“

Das Wiener Ehepaar Christa und Otto Wareka urlaubt seit zehn Jahren im Oberen Mühlviertel

Urlaub in Österreich ist für heuer angesagt. Ein heißer Tipp für Naturliebhaber ist dabei die Ferienregion Böhmerwald.
Urlaub in Österreich ist für heuer angesagt. Ein heißer Tipp für Naturliebhaber ist dabei die Ferienregion Böhmerwald. © Böhmerwald/Weissenbrunner

Die heimische Tourismuswirtschaft hat für den heurigen Sommer eine große Hoffnung: Dass die Österreicherinnen und Österreicher ihren Urlaub in der Heimat verbringen werden. Geht es nach Christa und Otto Wareka aus Wien, sie 77 Jahre alt, er 81 Jahre, sollte das auch klappen.

Das Paar verbringt seit mittlerweile zehn Jahren regelmäßig Urlaubswochen in Ulrichsberg (Bezirk Rohrbach) — eine Woche im Frühsommer und eine Woche zum Sommerausklang. „Wir mögen unsere Gastgeber, die Leute in der Region ganz generell. Das Wichtigste ist für uns aber diese Ruhe!“, schwärmt Christa Wareka im VOLKSBLATT-Interview.

Sie wohnt mit ihrem Gatten dann im Ferienappartement der Familie Jung in der Ortschaft Seitelschlag (Gem. Ulrichsberg).

Ruhe und endlose Wälder

Einmal mit dem Pkw an- und etwas zur Ruhe gekommen, erkundet das Wiener Ehepaar seit zehn Jahren begeistert das Obere Mühlviertel: „Ich koche selbst sehr gerne und finde in der Region dafür die passenden Einkaufsmöglichkeiten. Wir gehen gerne Wandern und Schwammerlsuchen. Am meisten begeistern mich dabei diese Wälder, in denen man stundenlang ungestört für sich sein kann“, freut sich Christa bereits auf den heurigen Aufenthalt. „Wir kommen auf alle Fälle wieder. Aufgrund der derzeitigen Umstände wissen wir zwar noch nicht genau wann und mit welchen Vorschriften. Aber wir kommen sicher!“

„Von Beginn weg Goldgriff“

Zu verdanken hat das Wiener Paar das jährliche Urlaubsglück im Mühlviertel eigentlich den Enkelkindern: „Die waren damals noch klein und haben mich zu einer Touristik-Präsentation in Wien begleitet. Aus einem der dort aufgelegten Prospekte haben die Enkel die Appartements der Familie Jung ausgesucht — und es war von Anfang an ein echter Goldgriff!“

Vorerst in der Warteschleife

Für heuer warten Christa und Otto Wareka jetzt einmal auf ein Go der Bundesregierung was die Öffnung der Tourismuswirtschaft anbelangt. „Naja, die Situation ist eben, wie sie ist. Da kann man nichts machen. Wir gehen in Wien ein bisserl raus und haben viel weniger Lärm als sonst in der Wohngegend. Es ist also alles nicht so schlimm, wie manche Wiener die jetzige Phase beschreiben“, winkt die 77-jährige Wienerin im VOLKSBLATT-Gespräch ab.

Um für sich und ihren Mann ein klares Bekenntnis für Urlaub in Österreich abzulegen: „Natürlich haben wir auch schon im Ausland Urlaube verbracht. Aber, ich mag Hitze und Sonnen eigentlich gar nicht. Dazu der Trubel und oft die Sprachbarriere …“ So bleibt es bei den Warekas also auch heuer dabei: zwei Wochen Mühlviertel und im August vier Wochen im Lungau — jeweils geziert von Besuchen der Kinder oder gemeinsamen Aktivitäten mit diesen. „Tja, warum also weit verreisen? Wenn man Österreich nicht zur Gänze kennt, kann man immer Neues erleben“, so Christa.

Klarstellungen angekündigt

Menschen wie das Wiener Ehepaar Wareka sind nun also die Hoffnungsträger für die heimische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Für kommende Woche wurde seitens der Bundesregierung die Präsentation von Stufenplänen und Sicherheitsauflagen für das sukzessive Hochfahren von Gastronomie und Tourismus angekündigt.

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