Ursache für Kabelbrand am Linzer Bahnhof geklärt

Schuld war ein defektes Kabel – ÖBB sprechen von „rechtlichen Implikationen“ und nehmen nun mit Hersteller Kontakt auf

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Von Heinz Wernitznig

LINZ – Geklärt ist nun die Ursache für den verheerenden Kabelbrand am Linzer Hauptbahnhof vom 7. April 2017, der den Zugverkehr mehrere Stunden lang lahmlegte. Laut ÖBB war ein defektes Kabel am Feuer schuld. „Wir befinden uns in der Abarbeitung dieser Angelegenheit und werden mit dem Hersteller des Kabels Kontakt aufnehmen“, sagt ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner zum VOLKSBLATT. Ob es dabei um Schadenersatzforderungen seitens der Bahn gehe – dazu wollte sich Leitner nicht äußern. Nur so viel: „Es gibt rechtliche Implikationen.“

Schwierige Löscharbeiten

Wie berichtet hatte am 7. April gegen 5 Uhr Früh ein Schwelbrand in einem unterirdischen Kabelschacht diese wichtige Verkehrsdrehscheibe, die täglich von mehr als 80.000 Personen frequentiert wird, komplett lahmgelegt und Tausende Passagiere stranden lassen. Betroffen war der Verkehr auf der West-, der Pyhrn- und der Summerauerstrecke sowie der Linzer Lokalbahn.

Die Feuerwehr musste den Schacht mit zwei Tonnen Löschpulver und CO2 fluten, um den Brand zu ersticken. Durch das weit verzweigte System wurden Brandgase auch in zwei ÖBB-Gebäude gedrückt, 150 Personen mussten evakuiert werden. Die Löscharbeiten dauerten bis Mittag, am Nachmittag konnten die ÖBB den Betrieb wieder hochfahren. Hängen gebliebene Passagiere wurden in der Folge vom Unternehmen entschädigt.