US-Golfstar Dustin Johnson überlegener Sieger des Masters

Der US-Amerikaner Dustin Johnson hat am Sonntag in Augusta das 84. US Masters der Golfer überlegen gewonnen. Der 36-Jährige baute seinen Vorsprung auf der Schlussrunde noch um einen Schlag auf fünf Strokes aus. Für den Longhitter aus South Carolina war es der zweite Triumph bei einem der vier Majors. Im Juni 2016 hatte er das US Open gewonnen. Johnson ist Weltranglistenleader, verschiedene weitere Turniersiege auf Grand-Slam-Stufe hatte er in der Vergangenheit knapp verpasst.

Tiger Woods unterlief am 12. Loch in der Schlussrunde ein seltenes Missgeschick. Er musste sich an dem Par-3-Loch zehn Schläge notieren lassen. Der US-Superstar fiel mit einer 76 um 18 Plätze auf Rang 38 zurück, auf Johnson fehlten ihm 19 Schläge. Auf Platz zwei landeten schlaggleich der Australier Cameron Smith und der Südkoreaner Im Sung-jae. Der Burgenländer Bernd Wiesberger beendete das Turnier nach einer 73er-Runde mit sechs über Par bzw. 26 Schläge hinter Johnson auf Rang 58.

Mit dem fantastischen Score von 268 Schlägen (20 unter Par) brach Johnson den Turnierrekord von 270 Schlägen, den Tiger Woods bei seinem ersten Sieg 1997 und Jordan Spieth 2015 aufgestellt hatten. Johnson stieg zum wiederholten Mal als Leader oder Favorit in die Schlussrunde eines der großen vier Turniere auf. Zuletzt hatte er beim US PGA Championship in San Francisco heuer im August einen Vorsprung von zwei Schlägen. Am Ende musste er seinem Landsmann Collin Morikawa gratulieren.

Diesmal war Johnson für alle Konkurrenten und für sich und seine kleinen mentalen Schwächen einfach zu stark. Dank formidablen 65er-Runden (7 unter Par) in der 1. und der 3. Runde erspielte er sich einen Vorsprung von vier Schlägen. Smith und der junge Im Sung-Jae, zwei stark aufspielende Außenseiter, kamen nach wenigen Löchern bis auf einen Schlag an Johnson heran. Gleichziehen konnten sie aber nie, und auf der zweiten Platzhälfte hatte Johnson über alle und alles die Kontrolle.

Den sehr guten Eindruck, den er bis dorthin über das ganze Turnier hinterlassen hatte, machte Tiger Woods auf der Schlussrunde an einem einzigen Loch zunichte. Am 12. Loch, einem sehr kurzen, aber sehr tückischen Par 3, schlug er den Ball dreimal ins Wasser. Umwege über Sandbunker und einen schwachen, verschobenen Putt führten schließlich zum desaströsen Score von zehn Schlägen. Sieben über Par an einem einzigen Loch also. So schlecht hatte er bei 22 Masters-Auftritten auf keinem Loch agiert.

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An ebendiesem 12. Loch hatte Woods beim US Masters im April 2019 in der Schlussrunde die Weichen für den Triumph gestellt. So oder so hat der 15-fache Gewinner von Majorturnieren bewiesen, dass trotz seiner bald 45 Jahre jederzeit mit ihm zu rechnen ist. Das nächste Majorturnier wird ebenfalls das US Masters sein – im April 2021. Dann gibt es wieder das „Green Jacket“ zu holen, das bis dahin Johnson sein Eigen nennt.

Wiesberger hatte auch bei seinem fünften US Masters den Cut geschafft, alle seine Chancen am Samstag aber mit einer 78 verspielt. Mit einer 73er-Runde am Sonntag ließ der 35-Jährige immerhin noch zwei Spieler hinter sich. Dabei startete er mit drei Bogeys denkbar schlecht, ließ aber drei Birdies folgen. Es folgten noch zwei weitere Bogeys sowie ein Bogey auf seinem vorletzten Loch.

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