US-Grenzschützer greifen an Grenze zu Mexiko Kleinkind auf

US-Grenzschützer haben an der Grenze zu Mexiko einen alleingelassenen Dreijährigen aufgegriffen. Auf den Schuhen des weinenden Kindes seien sein Name und eine Telefonnummer geschrieben worden, teilte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde am Mittwoch mit. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, war aber bei guter Gesundheit. Versuche, seine Familie ausfindig zu machen, blieben zunächst ohne Erfolg.

Demnach war eine Patrouille nahe der texanischen Stadt Brownsville auf eine Gruppe mutmaßlicher illegaler Einwanderer gestoßen. Als die Beamten die Migranten festnehmen wollte, flüchteten diese in ein Getreidefeld. Dort fanden die US-Grenzschützer den Buben, “alleine und weinend”, wie die Behörde mitteilte.

Der US-Grenzschutz hatte im März nach eigenen Angaben an der Grenze zu Mexiko rund 92.600 Migranten aufgegriffen, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vormonat. In fast 9.000 Fällen handelte es sich um unbegleitete Minderjährige.

US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung aus Mexiko zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Seine Pläne für den Bau einer Grenzmauer sorgen seit Monaten für politischen Streit. Am Mittwoch kündigte Trump an, bewaffnete Soldaten an die Grenze schicken zu wollen. Grund sei, dass mexikanische Soldaten gegenüber US-Nationalgardisten die “Waffen gezogen” hätten.

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