US-Kontrolleur mahnt von VW mehr Transparenz ein

Erster Jahresbericht im Dieselskandal präsentiert – Larry Thompson ist mit der Übermittlung von Informationen seitens VW nicht zufrieden

In den Verhandlungen mit der US-Justiz hatte VW zugegeben, mit Abgasangaben Behörden und Kunden betrogen, Umweltrecht verletzt und die Justiz behindert zu haben.
In den Verhandlungen mit der US-Justiz hatte VW zugegeben, mit Abgasangaben Behörden und Kunden betrogen, Umweltrecht verletzt und die Justiz behindert zu haben. © AFP Photo/dpa/Patrick Pleul

Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Dieselskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson mahnt in seinem ersten Jahresbericht beim VW-Konzern eine höhere Transparenz ein. Vereinzelt sei er mit der Zurückhaltung von Volkswagen bei der Übermittlung bestimmter Informationen nicht einverstanden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. Das Unternehmen habe unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis und den Datenschutz Schwärzungen in Dokumenten vorgenommen. Als Independent Compliance Auditor (ICA) habe er seine Bedenken dazu geäußert. „Diese Thematik ist in der nächsten Berichtsperiode umgehend zu klären, damit der ICA seinen Auftrag effektiv erfüllen kann.“ Er erwarte, dass VW sämtliche Informationen, die er für notwendig erachte, zeitnah zur Verfügung stelle. Der Autobauer habe Verbesserungen zugesagt.

Der frühere US-Staatssekretär Thompson soll Volkswagen drei Jahre lang auf die Finger schauen, damit sich Verfehlungen wie im Dieselskandal nicht wiederholen können. Der Kontrolleur überwacht, ob die Wolfsburger den Vergleich einhalten und die versprochenen Reformen umsetzen.