USA: Drohnenangriff vom Iran aus

Iraner, nicht Jemen-Rebellen sollen saudische Ölanlagen attackiert haben

US-Satellitenbilder zeigen eine zerstörte saudische Ölanlage.
US-Satellitenbilder zeigen eine zerstörte saudische Ölanlage. © AFP/US-Regierung

Wenn sich diese US-Erkenntnisse bestätigen, dürfte sich der Konflikt in der Golfregion noch weiter zuspitzen. Die USA sind sich sicher, dass die Angriffe auf saudi-arabische Ölanlagen vom Wochenende von iranischem Territorium und nicht von (vom Iran unterstützen) Houthi-Rebellen im Jemen ausgegangen sind. Das verlautete gestern aus US-Regierungskreisen. Demnach seien bei dem Angriff auch Marschflugkörper zum Einsatz gekommen.

Kommende Woche wollen die USA bei der UNO-Generalversammlung ein Dossier über die Angriffe präsentieren, um die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Europäer, von der Verantwortung der Iraner zu überzeugen, sagte der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Schon heute wird US-Außenminister Mike Pompeo in Saudi Arabien erwartet, um die Reaktion auf die Angriffe zu besprechen. Die USA hatten bereits kurz nach dem Angriff Teheran verantwortlich gemacht.

Der Iran wies dies zurück. Offiziell übernahmen die Houthi-Rebellen, die im Jemen gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpfen, die Verantwortung für die Angriffe. Mehrere Länder, darunter Deutschland, Russland, China und Großbritannien plädierten für eine genaue Untersuchung der Vorfälle und warnten vor „voreiligen Schlüssen“.

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