USA melden Rekord von rund 60.000 neuen Corona-Fällen

In den USA haben sich nach offiziellen Angaben bisher mehr als drei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehrere Bundesstaaten meldeten am Dienstag neue Höchstwerte an täglichen Neuinfektionen. Insgesamt waren es rund 60.000, was ebenso einen Spitzenwert darstellte.

Die Behörden in Florida warnten, es sei absehbar, dass nicht mehr genügend Intensivbetten in den Krankenhäusern für die erwarteten schweren Covid-19-Fälle vorhanden seien. Mehr als 131.000 Amerikaner sind bisher an der Covid-19 gestorben. In keinem Land der Welt gibt es mehr Todesfälle oder Infektionen.

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Das US-Institut für Kennziffern und Bewertungen für das Gesundheitswesen (IHME) an der Universität Washington teilte mit, im Herbst sei mit einer neuen Beschleunigung der Ausbreitung des Virus zu rechnen. Nach Hochrechnungen der Wissenschafter wird die Zahl der Corona-Toten bis November auf 208.000 steigen. Die Hoffnungen auf eine Verlangsamung der Ausbreitung der Infektionen im Sommer hätten sich zerschlagen.

„Die USA habe kein wirkliches Ende der ersten Welle der Pandemie erfahren“, sagte IHME-Direktor Christopher Murray. Sollte es im Herbst zu einer zweiten Welle kommen, würden jene Bundesstaaten besonders betroffen sein, die bereits jetzt hohe Infektionsraten hätten.

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US-Präsident Donald Trump führt die Entwicklung nicht auf unterlassene Maßnahmen gegen die Pandemie zurück, sondern auf die steigende Zahl von Corona-Tests. Trump, dessen Beliebtheitswerte in der Corona-Krise gesunken sind und der sich im Herbst der Wiederwahl stellt, dringt auf eine Rückkehr zur Normalität. Am Dienstag erklärte er, er verlasse sich auf die Gouverneure der Bundesstaaten, dass die Schulen im Herbst wiedereröffnet würden.

Den zuvor höchsten Wert hatte bisher die Johns-Hopkins Universität mit rund 54.000 Fällen am vergangenen Donnerstag gezählt. Am Dienstag waren es dann rund 60.000. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA mit seinen 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen – vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien.

Der Immunologe Anthony Fauci – der zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört – hatte sich zuletzt angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in einem Live-Chat.

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